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US-Pleite ohne Folgen für Maxon

Silicon Valley Sie galt als das nächste Wunderkind der US-Techindustrie und wurde als «die weibliche Steve Jobs» bezeichnet: Elizabeth Holmes, Gründerin des Start-up-Unternehmens Theranos. Die heute 33-jährige Amerikanerin präsentierte der Welt eine revolutionäre Erfindung: ein Laborgerät, das anhand einiger Blutstropfen via Genanalyse rund 70 verschiedene Tests durchführt.

Das Laborgerät könne ein umfangreiches Bild des Gesundheitszustandes von Patienten aufzeigen, versprach Holmes. Man könne ermitteln, worauf ein Patient allergisch reagiert und welche Medikamente er benötigt. Die Investoren sahen eine Revolution kommen; ein Wundergerät, das dereinst in jedem Haushalt steht und Gesundheitsdaten liefern kann, womit Arztbesuche minimiert werden könnten. Innert weniger Jahre stieg der Börsenwert von Theranos auf rund 9 Milliarden Dollar. Das «Time Magazine» zählte Holmes 2015 zu den einflussreichsten Personen der Welt, US-Präsident Obama empfing die Unternehmerin.

Auch bei Maxon Motor war Theranos Kunde, wie CEO Eugen Elmiger gestern verriet: «Wir lieferten unter anderem Antriebsmotoren, waren aber nie selber in die Entwicklung involviert.» Man sei nie weiter als bis zur Rezeption der Firma gekommen, sagte Elmiger mit einem Lächeln. Die Zusammenarbeit sei sehr distanziert verlaufen und zum Erliegen gekommen.

Kein Wunder: Theranos gilt als einer der grössten Start-up-Flops. Der Absturz von Elizabeth Holmes begann im Herbst 2015. Nachdem berichtet wurde, dass ihr Bluttestgerät «Edison» nicht funktioniere, starteten die US-Behörden Ermittlungen. Mittlerweile haben sie ein Laborverbot für Holmes verhängt. Laut jüngsten Berichten ist ihr Vermögen auf null geschrumpft. Sie schulde Theranos sogar 25 Millionen Dollar, heisst es.

In Sachseln hat die Pleite keine Spuren hinterlassen, wie Eugen Elmiger versichert: «Wir hatten Rechnungen um die 3 Millionen Franken ausgestellt und alles bezahlt bekommen.» (eme)

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