Tourismus

Vallée de la Brévine feiert das dritte Kältefest ohne Kälte

Ohne Kälte, dafür mit Wind, Regen und Schneematsch haben die Einwohner des Hochtals Vallée de la Brévine im Neuenburger Jura am Freitag und Samstag die dritte Ausgabe des Kältefests gefeiert.

Drucken
Teilen
Blick aufs Dorf La Brevine in einem kälteren Jahr (Archiv)

Blick aufs Dorf La Brevine in einem kälteren Jahr (Archiv)

Keystone

Obwohl das Wetter den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung machte, geriet das Originalprogramm nicht gross durcheinander. "Die Temperatur bewegte sich um den Gefrierpunkt", sagte Jean-Maurice Gasser, Präsident des Vereins "Vallée de la Brévine - Sibérie de la Suisse", auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Wegen des windigen und nassen Wetters musste der Fackellauf zwischen Le Cerneux-Péquignot und La Chaux-du-Milieu am Samstag abgesagt werden. Die rund 250 anwesenden Personen liessen sich dadurch die Laune aber nicht verderben und fanden sich zum Galadinner ein.

Die Festivitäten hatten am Freitag mit dem Konzert der Wind Band Neuchâtelois - eines Ensembles aus sechzig Musikern - in La Chaux-du-Milieu begonnen. 300 Personen wohnten diesem Anlass bei.

Auch die übrigen drinnen stattfindenden Programmpunkte konnten ungehindert durchgeführt werden. Ein Galadinner und der traditionelle Kälteball in Chaux-du-Milieu waren ebenso wenig vom schlechten Wetter betroffen wie der Handwerkermarkt in Le Cerneux-Péquignot.

Dagegen mussten die Flüge mit Heissluftballons wegen des starken Windes abgesagt werden. Auf ihre Kosten kamen dafür die Langlauf-, Schneeschuh und Wanderliebhaber: Der so genannte "Snow-up" wurde durchgeführt, wenn auch auf verkürzter Strecke.

Wichtiger Tourismusevent

Das als "Sibirien der Schweiz" bekannte Tal spielt die extreme Kälte als touristischen Trumpf aus. Das Festival geht auf den Schweizer Kälterekord von -41,8 Grad zurück, der 1987 in La Brévine gemessen wurde. Im 2012 wurde zum 25. Jubiläum vom Verein "Vallée de la Brévine - Sibérie de la Suisse" das erste Kältefest organisiert.

In diesem Winter bewegen sich die Temperaturen weit vom Minusrekord weg. Am tiefsten fiel das Quecksilber am 25. Januar. Dann wurden -22 Grad gemessen.