Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

VIDEOSPIELE: Super Mario stiehlt allen die Show

E3, die wichtigste Videospielmesse der Welt, sorgt jedes Jahr für grossen Wirbel in der Videospielbranche. Unter den Enthüllungen waren viele neue Spiele sowie Microsofts nächste Konsole. Trotzdem gab vor allem ein Altbekannter viel zu reden.
Federico Gagliano
Screenshot des neuen Nintendo-Spiels «Super Mario Odyssey». Es erscheint am 27. Oktober für die Nintendo Switch. (Bild: PD)

Screenshot des neuen Nintendo-Spiels «Super Mario Odyssey». Es erscheint am 27. Oktober für die Nintendo Switch. (Bild: PD)

Federico Gagliano

Die Electronic Entertainment Expo (E3), die jährlich in Los Angeles stattfindet, ist das meisterwartete Ereignis in der Videospielbranche. Grosse und kleine Entwickler stellen hier ihre neuesten Projekte vor und enthüllen damit ihren Fahrplan bis zur wichtigen Wintersaison.

Die Bedeutung der Messe ist dabei grösser als die Messe selbst: Mit rund 68000 Besuchern liegt die E3 weit hinter der Gamescom-Messe in Köln, die letztes Jahr etwa 345000 Besucher anlockte. Grund dafür: Die E3 gilt als Branchentreff, bei dem sich die Videospielindustrie und die Medien zum Austausch treffen – zumindest bisher. Dieses Jahr wurde die Messehalle auch für 15 000 normale Besucher geöffnet. Organisatorisch lief zwar einiges schief: Die Halle war hoffnungslos überfüllt, bei manchen Spielstationen kam es zu Wartezeiten von bis zu fünf Stunden. Trotzdem gilt die Messe als Erfolg. Die Fans brachten frischen Wind und helle Begeisterung in das sonst eher sterile Business-Setting der Messe.

Highlights der E3 sind die Pressekonferenzen der grossen Player in der Industrie, allen voran Sony, Nintendo und Microsoft. Den Anfang macht aber der Hersteller Electronic Arts, dessen Versuch, mit Youtube-Persönlichkeiten bei jüngeren Fans zu punkten, ordentlich in die Hose ging. Das ist nichts Neues: Das Milliardenunternehmen hat trotz erfolgreicher Spiele oft Mühe, Sympathien bei den Spielern zu erzeugen.

Weniger PR-Gerede, mehr Spiele

Ein Beispiel sind die langen Ausführungen zum Fussballspiel «Fifa 18», welches am 29. September erscheint und sich zwar zweifelsohne in Europa wie jedes Jahr massenhaft verkaufen wird, aber von einem amerikanischen Publikum meistens nur schweigend und mit wenig Begeisterung zur Kenntnis genommen wird. Ein Funke Innovation war beim Titel «A Way Out» vorhanden: Das Spiel muss komplett zu zweit durchgespielt werden. Besser lief es in den nachfolgenden Konferenzen: Microsoft, Ubisoft, Sony und Nintendo legten alle den Fokus klar auf die Spiele selbst anstatt auf das übliche PR-Gerede, für das die E3 ebenfalls berühmt-berüchtigt ist.

Microsoft enthüllte endlich ihre neue Konsole, die Xbox One X, über die zuvor lange spekuliert wurde. «Die mächtigste Konsole aller Zeiten», wie Microsoft mehrmals wiederholte, ist wie die Konkurrenzkonsole Playstation 4 Pro ein Upgrade der bisherigen Xbox One, die jetzt 4K-Auflösung unterstützt. Besitzer der vorherigen Konsole haben aber nichts zu befürchten: Alle Spiele werden weiterhin für beide Versionen erscheinen. Und wer Wert auf höhere Auflösung setzt, muss tief in die Tasche greifen: Mit einem Startpreis von 499 Franken ist die Xbox One X aktuell die teuerste Konsole auf dem Markt.

An der Spielefront gab es neben den üblichen Verdächtigen wie «Fifa 18» oder «Call Of Duty» doch auch einige Überraschungen. Sony zeigte mehr von den Titeln, die sie bereits im letzten Jahr angekündigt hatten. Dazu gehören ein exklusiver «Spider-Man»-Titel sowie die Fortsetzung ihrer «God Of War»-Reihe, die das Setting erstmals von der griechischen Mythologie in die nordische verschiebt. Es wäre auch schwer gewesen, die Konferenz vom letzten Jahr zu toppen: Sony stellte damals gleich drei Spiele an, mit deren Realisierung Fans gar nicht mehr rechneten.

Die Knüller waren bei der Ubisoft-Konferenz zu finden: Der Entwickler aus Frankreich enthüllte die lang erwartete Fortsetzung seiner «Assassin’s Creed»-Reihe, die dieses Mal im alten Ägypten spielen wird und das Gameplay grundlegend verändern soll, nachdem sich die letzten Teile der Serie nur mässig verkauften. Des Weiteren zeigte Ubisoft unerwartet einen neuen Trailer zu «Beyond Good and Evil 2», einem Abenteuerspiel, welches angeblich bereits seit zehn Jahren entwickelt wird. Eine grosse Überraschung war der Auftritt von Mario-Schöpfer Shigeru Miyamoto, der eine Zusammenarbeit zwischen Ubisoft und Nintendo ankündigte. Bei «Mario + Rabbids: Kingdom Battle», welches am 29. August exklusiv für Nintendos neue Konsole Switch erscheint, handelt es sich um ein Strategiespiel, bei dem Mario und seine Freunde auf Ubisofts «Raving Rabbids» treffen, die Minions der Videospielwelt.

Super Mario war denn auch der Star bei der Konferenz von Nintendo: Zum ersten Mal wurde ein konkretes Gameplay aus «Super Mario Odyssey» gezeigt, welches am 27. Oktober ebenfalls für die Switch erscheint. Der italienische Klempner rennt und hüpft dort nicht nur durch neue Orte wie das von New York inspirierte «New Donk City», sondern besitzt jetzt auch die Fähigkeit, von Gegnern, Menschen und andere Objekten Besitz zu ergreifen. Die Fans waren begeistert: Mit über 11 Millionen Aufrufen auf Youtube ist Marios Trailer der erfolgreichste der Messe.

Nintendo punktete bei den Fans auch mit der Ankündigung von zwei neuen «Metroid»-Titeln. Fans warten seit sieben Jahren auf eine Fortsetzung der Abenteuer der Weltraum-Kopfgeldjägerin Samus Aran.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.