Bangladesch

Vier Tote bei Protesten von Textilarbeitern in Bangladesch

Nach vier Toten bei Zusammenstössen mit der Polizei haben sich in Bangladesch die Proteste von Textilarbeitern ausgeweitet. Mehr als 4000 Arbeiter aus Textilfabriken blockierten am Montag im nördlichen Bezirk Gazipur Strassen und hielten einen Sitzstreik ab.

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Die Zusammenstösse der Textilarbeiter mit der Polizei enden bisweilen tödlich

Die Zusammenstösse der Textilarbeiter mit der Polizei enden bisweilen tödlich

Keystone

Dies sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP. Am Sonntag waren bei Zusammenstössen mit der Polizei in der Hafenstadt Chittagong vier Menschen erschossen worden, dutzende Menschen wurden dort sowie in der Hauptstadt Dhaka verletzt.

Die Arbeiter der rund 4500 Textilfabriken des Landes, in denen wegen des extrem niedrigen Lohnniveaus auch zahlreiche westliche Firmen wie H&M und Levi Strauss produzieren lassen, protestieren dagegen, dass ihre Arbeitgeber nicht den von der Regierung zuvor eingeführten Mindestlohn zahlen.

Ältere Arbeiter sind zudem wütend, dass der neue Mindestlohn nicht für sie gelten soll. Seit November gilt eigentlich für die Branche eine Erhöhung des Mindestlohns auf 3000 Taka (etwa 41,50 Franken). Die Regierung reagierte mit der 80-prozentigen Aufstockung auf eine vorherige Protestwelle.