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Pharmazeutika: Vifor zeigt sich in gesunder Verfassung

Das in St. Gallen verwurzelte Unternehmen wächst rascher als erwartet. Als nächstes will die Firmenspitze mit dem Umsatzrenner Ferinject gegen Eisenmangel in die riesigen Märkte Japan und China einsteigen.
Thomas Griesser Kym
Vifor Pharma hat den Personalbestand leicht ausgebaut. Neue Stellen gab es vor allem in der Produktion und im Vertrieb. (Bild: PD)

Vifor Pharma hat den Personalbestand leicht ausgebaut. Neue Stellen gab es vor allem in der Produktion und im Vertrieb. (Bild: PD)

Vifor Pharma marschiert auf seinem Wachstumspfad voran. Das Unternehmen mit Holdingsitz und einem wichtigen Produktionsstandort in St. Gallen hat vergangenes Jahr den Nettoumsatz um 23 Prozent auf 1,58 Milliarden Franken erhöht und das Betriebsergebnis auf Stufe Ebitda um 40 Prozent auf 392 Millionen. Damit wurden die eigenen Vorgaben von +15 Prozent beim Umsatz und von mindestens +25 Prozent beim Ebitda erheblich übertroffen. Den Reingewinn konnte Vifor auf 244 Millionen glatt verdoppeln. Dennoch beantragt der Verwaltungsrat, die Dividende jetzt und in den nächsten Jahren auf zwei Franken pro Aktie zu belassen. Denn, so der exekutive Verwaltungsratspräsident Etienne Jornod: «Wir wollen weiter in unser künftiges Wachstum investieren. Diese Strategie wird auch von unseren Aktionären unterstützt.» Für Forschung und Entwicklung gab Vifor 206 Millionen Franken aus (+11,5 Prozent).

Märkte bieten noch viel Potenzial

Vifor Pharma ist die ehema­lige Galenica. Von dieser wurde im April 2017 das Apothekengeschäft abgespalten und als Galenica Santé separat an die Börse gebracht. Seither wandelt sich Vifor zu einem reinen Pharmaunternehmen, das auf drei Therapiegebieten tätig ist: Eisenmangel, Herzinsuffizienz und Nierenerkrankungen. Dabei fokussiert das Unternehmen auf drei stra­tegische Wachstumstreiber: das Eisenpräparat Ferinject, den Kaliumbinder Veltassa und das Gemeinschaftsunternehmen Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma, das Vifor mit seinen Medikamenten sowie dem einlizenzierten Präparat Mircera von Roche Zugang verschafft zu 3900 Dialysekliniken des deutschen Weltmarktführers Fresenius.

Vifor gereicht zum Vorteil, dass all die Märkte, in denen das Unternehmen tätig ist, wachsen und noch viel Potenzial aufweisen. Beispiel Eisenmangel: Hier ist Vifor seit über 25 Jahren die globale Nummer eins. Als das Unternehmen 1996 in diesen Markt einstieg, lag dessen Umsatz bei 100 Millionen Franken. Mittlerweile ist dieser Markt gut 1,8 Milliarden Franken schwer, und Vifor beziffert seinen Anteil auf 73 Prozent. Ferinjects Umsatz stieg 2018 um fast ein Viertel, und Vifor beansprucht drei Viertel des Marktwachstums für sich. Und das soll noch lange nicht das Ende der Fahnenstange sein. Bis zu einem Drittel aller Menschen litten an Eisenmangel, und dieser werde in den meisten Ländern noch immer unzureichend diagnostiziert und behandelt.

Anhaltend hohe Wachstumsziele

Der Markt zur Behandlung von Nierenerkrankungen wiederum dürfte sich bis 2025 auf 40 Milliarden Dollar verdoppeln. Hier hält das Gemeinschaftsunternehmen mit Fresenius einen Marktanteil von erst 5 Prozent. Das Potenzial zum Ausbau sei erheblich, auch weil es im Zusammenhang mit chronischen Nierenerkrankungen noch viele Komplikationen gebe, die noch nicht behandelbar sind. Hier will Vifor einerseits mit eigenen Produkten, die in der Pipeline sind, ansetzen und andererseits nach Möglichkeit neue Produkte zukaufen. Viel Potenzial schreibt Vifor sodann Veltassa zu, zumal der Kaliumbinder noch bis 2030 Patentschutz geniesst. Summa summarum peilt Vifor für alle drei Wachstumstreiber bis 2025 Nettoumsätze von jeweils über 1 Milliarde Franken an.

Profit zeigt nach oben

Betriebsergebnis auf Stufe Ebitda in Mio. Fr.
20172018201920200200400600800

Für 2019 geht das Unternehmen von einem Umsatzwachstum von 11 bis 13 Prozent aus und von einem Plus beim Ebitda von 25 Prozent. 2020 soll dann der Umsatz die Marke von 2 Milliarden Franken überschreiten und der Ebitda ungefähr 700 Millionen erreichen (siehe Grafik). Zum Wachstum beitragen sollen neben Mehrverkäufen in bestehenden Märkten auch neue Märkte. So will Vifor Ferinject dieses Jahr in Japan einführen und 2021 in China. Das Unternehmen hat auf Vollzeitbasis 2671 Mitarbeitende, 91 mehr als vor einem Jahr. Neue Stellen gab es vor allem in der Produktion und im Vertrieb.

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