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VITZNAU: Rigibahnen wollen Sendeturm für Besucher zugänglich machen

Die Rigibahnen haben trotz stagnierender Gästezahlen 2016 so viel Geld verdient wie noch nie. Höhere Transporterlöse und die Übernahmen eines Restaurants sowie eines Shops kurbelten das Geschäft an. Mit neuen Attraktionen am Berg will das Unternehmen unabhängiger werden vom Wetter.
Links: Eine Bahn in Richtung Rigi Kulm. Rechts: So könnte der geplante begehbare Turm in der Form eines Tannenzapfens aussehen. (Bilder: KEY, Visualisierung Fuchs Design)

Links: Eine Bahn in Richtung Rigi Kulm. Rechts: So könnte der geplante begehbare Turm in der Form eines Tannenzapfens aussehen. (Bilder: KEY, Visualisierung Fuchs Design)

Im letzten Geschäftsjahr transportierten die Rigibahnen 783'000 Personen auf den Ausflugsberg am Vierwaldstättersee, dies sind 2000 weniger als im Jahr zuvor. Es kamen deutlich weniger Gruppengäste aus dem Ausland, aber mehr individuell reisende Touristen. 70 Prozent der Rigi-Gäste stammten aus der Schweiz.

Trotz Gästerückgang schloss das Tourismusunternehmen das vergangene Jahr finanziell gut ab. Erlös, Betriebsgewinn und Gewinn kletterten auf neue Rekordwerte. 2016 sei ein erfreuliches Jahr gewesen, die Bahnen seien ihrem selbst gesteckten Kurs voraus, sagte Verwaltungsratspräsident Karl Bucher an der Bilanzmedienkonferenz am Freitag in Luzern.

Der Nettoerlös konnte um über 8 Prozent auf 23,15 Millionen Franken gesteigert werden. Der Betriebsgewinn EBITDA stieg auf 5,9 Millionen Franken. Unter dem Strich legte der Unternehmensgewinn um satte 63 Prozent auf knapp 1,5 Millionen Franken zu.

Trotz des positiven Abschlusses seien die Rigibahnen gefordert, hiess es an der Medienkonferenz. Die Gästezahlen auf dem Berg sollen wieder steigen. Neben dem jüngst lancierten Markenauftritt in Grün erhofft sich das Management vor allem von Investitionen in Schlechtwetterangebote ein Wachstum.

Tannzapfen und wetterabhängige Preise

So wollen die Rigibahnen den markanten Sendeturm auf dem Gipfel bei Kulm Besuchern zugänglich machen. Der von CEO Stefan Otz präsentierten Idee zufolge sollen auf dem Turm montierte Bildschirme Besucher auch bei schlechtem Wetter wenigstens virtuell eine Aussicht bieten.

Weiter schwebt den Verantwortlichen auf Kaltbad der Bau einer Baumhüttenwelt mit Übernachtungsmöglichkeiten vor. Auf Rigi Staffel soll das Eventzelt verschwinden und ein «Swissness»-Bergdörfchen mit Schauwerkstätten entstehen. Bereits für den Herbst 2017 ist die Eröffnung einer bis zu zehn Meter hohen Aussichtsplattform in Form eines Tannenzapfens auf Scheidegg geplant.

Aufmerksamkeit zumindest in der Innerschweiz wollen die Bahnen mit einem neuen Tarifangebot bei schlechtem Wetter erlangen. Geplant ist ab dem 18. Mai ein noch nicht näher bekanntes Angebot mit wetterabhängigen Preisen.

Die Kritik an teils vollgestopften Zügen am Berg begegnen die Bahnverantwortlichen ebenfalls mit einem neuen Angebot. So gibt es die neue Möglichkeit für Sitzplatzreservationen auf einem Teil des Streckennetzes.

Weitere Kapitalerhöhung im Herbst

Angesichts der geplanten Investitionen brachte eine erste Kapitalerhöhung im letzten Jahr dem Unternehmen 3,8 Millionen Franken neue Mittel. Mit einer neuerlichen Erhöhung von Oktober bis Dezember soll das Aktienkapital von 14,6 Millionen Franken nochmals gestärkt werden. Insgesamt verfügten die Rigibahnen Ende 2016 über 21,6 Millionen Franken Eigenkapital. Die Eigenkapitalquote lag bei 57 Prozent.

Ins 2017 sind die Rigibahnen nach eigenen Angaben gut gestartet. Im ersten Quartal seien 162'000 Gäste transportiert worden, 20 Prozent mehr als 2016 (wir berichteten »).

Der Verwaltungsrat schlägt eine unveränderte Bar-Dividende von 10 Rappen pro Aktie vor oder alternativ eine Tageskarte pro 200 Aktien. Die bisherige Beschränkung des Bezugs von Tageskarten hob das Strategiegremium auf. (sda)

Eine Bahn in Richtung Rigi Kulm. (Bild: GAETAN BALLY/KEYSTONE)

Eine Bahn in Richtung Rigi Kulm. (Bild: GAETAN BALLY/KEYSTONE)

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