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Von A bis G: Das Plus soll wieder weg

Kategorisierung mim. Die Energieetikette sei ein gutes Mittel, um die Bevölkerung zu sensibilisieren. Das sagt Eric Bush, der mit der Schweizerischen Agentur für Energieeffizienz seit dem Jahr 2000 die Website Topten.ch betreibt. Dort werden Geräte anhand der Energieetikette bewertet. Hinzu kommen aber auch weitere Kriterien, die durch eigene Messungen entstehen. So finden dort Verbraucher zum Beispiel eine Liste der effizientesten Fernseher, die es in der Schweiz zu kaufen gibt.

«Unsere Plattform ergänzt die Energieetikette», erläutert Bush. Die Online-Plattform wird vom Bund, von der Europäischen Kommission, dem WWF und weiteren Partnern finanziell, fachlich und in der Kommunikation unterstützt. «Wir tauschen uns intensiv mit der EU und dem Bundesamt für Energie aus, um so die Energieetikette zu optimieren», sagt Eric Bush. Eine aussagekräftige Energieetikette sei das wohl wichtigste Instrument, um die Stromeffizienz kontinuierlich zu verbessern, ist er überzeugt.

Fehlende Dynamik

Aktuell drehen sich die Diskussionen um die fehlende Dynamik der Etikette. Ein Beispiel: Ein Backofen mit Effizienzklasse A++ gelangt im April 2015 in den Handel und bleibt dort ein halbes Jahr an Lager. In der Zwischenzeit kommen aber neue Backöfen mit der Klasse A++ auf den Markt, sodass der alte Ofen sozusagen abgewertet werden müsste.

Doch das geschieht mit der aufgeklebten Etikette nicht. Ein Gerät bleibt also sehr energieeffizient, auch wenn in der Zwischenzeit die meisten neuen Geräte viel stromsparender sind. Um dies zu ändern, müssten die Klebeetiketten mit elektronischen Etiketten, die es in anderen Bereichen bereits gibt, ersetzt werden. Technologien wie QR-Code könnten dies möglich machen. Ein A-Gerät vom April 2015 würde im Oktober 2015 zum Beispiel zu einem B-Gerät.

EU geht voran

Eine weitere Idee ist, die Plus-Zusätze zu streichen. «Damit würde man wieder zur ursprünglichen Skala von A bis G zurückkehren», sagt Bush. Studien zeigen, dass Konsumenten eher zum A-Gerät greifen statt zum B-Gerät. Wenn aber der Unterschied bloss zwischen A+++ und A++ besteht, scheint der Anreiz zu klein, zum effizienteren, aber teureren Gerät zu greifen.

Gemäss Eric Bush gibt es in der Europäischen Union bereits Bestrebungen, das Plus wieder abzuschaffen. «Wir setzen uns in der Schweiz politisch dafür ein», sagt er.

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