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Von der Seide zur Schraube

Geschichte Die Wurzeln der Firma Bossard gehen ins 18. Jahrhundert zurück. Während Jahrzehnten handelte die Familie Kolin in Zug mit Seide. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts geriet das Geschäft ins Stocken. Franz Kaspar Bossard (1760–1843), der durch die Heirat mit Paula Kolin (1770–1872) in die Firma kam, wagte den Neuanfang. Er löste 1831 den Seidenhandel auf und gründete ein Eisenwarengeschäft – der Beginn der Bossard-Ära. Nach Anfangsschwierigkeiten kommt das Eisenwarengeschäft zum Laufen. Ganze vier Generationen lang, bis nach dem Zweiten Weltkrieg, bleibt Bossard eine lokale Eisenwarenhandlung. Ab 1945 wird Bossard in der ganzen Schweiz tätig und beliefert Industriefirmen mit Schrauben, Werkzeugen und Beschlägen. Bossard wächst bis Anfang der 1960er-Jahre auf rund 100 Mitarbeiter heran. Der Umsatz wächst auf 20 Millionen Franken.

Mit dem Übergang zur mittlerweile bereits sechsten Unternehmergeneration – Heinrich Bossard (1944–2004), Peter Bossard (1938–2001), Jost Grob-Bossard (1929) – folgt der nächste Schritt: Bossard wagt in den 1970er-Jahren die Expansion ins Ausland. Das Unter­nehmen hat sich mittlerweile auf den Handel mit Schrauben, deren Logistik und dem Engineering im Bereich Be­festigungstechnik spezialisiert. In den 1980er-Jahren entschliesst sich die Un­ternehmerfamilie, weiter zu expandieren, auch durch Zukäufe. Gleichzeitig will man eine moderne Firmenstruktur schaffen, die es Familienmitgliedern erlaubt, aus dem Unternehmen auszusteigen. Mittlerweile gehören zwölf Personen zur Bossard-Dynastie. Im Mai 1987 kommt es zu einer Kapitalerhöhung und zum Börsengang. Dank Stimmrechts­aktien behält die Bossard-Familie die Kontrolle über das Unternehmen.

Der Name Kolin erlosch zwar durch die Heirat von Paula Kolin 1801, blieb aber bis heute anderweitig erhalten. So heisst die Familienholding, welche die Bossard-Stimmrechtsaktien kontrolliert, Kolin. Auch das Kolinhaus in der Stadt Zug, wo einst die Eisenwarenhandlung war, gibt es nach wie vor. (eme)

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