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Videospielmesse E3: Darauf warten Gamer

Die grösste Videospielmesse der Welt, die Electronic Entertainment Expo, ging gestern in Los Angeles zu Ende. Zu sehen gab es viele Spiele, aber wenig Neues. Experten deuten das als Zeichen, dass sich die nächste Konsolengeneration näher rückt.
Federico Gagliano
Besucher der E3-Messe spielen das Xbox-One-Spiel «Ori And The Will Of The Wisps». (Bild: Bilder: Casey Rodgers/AP (Los Angeles, 10. Juni 2018), PD)

Besucher der E3-Messe spielen das Xbox-One-Spiel «Ori And The Will Of The Wisps». (Bild: Bilder: Casey Rodgers/AP (Los Angeles, 10. Juni 2018), PD)

Für Videospielfans ist die Electronic Entertainment Expo (E3) eines der grössten Highlights im Jahr: Alle grossen Spielentwickler kommen in Los Angeles zusammen, um ihre neusten Spiele vorzustellen – allen voran die drei Konsolenvertreter Nintendo, Sony und Microsoft. An aufwendig produzierten und weltweit vor einem Millionenpublikum live gestreamten Pressekonferenzen enthüllen sie, was Spieler in den nächsten Jahren von ihnen erwarten können.

Den Beginn machte Publisher Electronic Arts (EA) am vergangenen Sonntag – mit einer unspektakulären Show. Das ist keine Seltenheit: Eines der Flaggschiffe von EA, das Fussballspiel Fifa, sorgt beim vorwiegend amerikanischen E3-Publikum jedes Jahr höchstens für bescheidenen Applaus. Auch die Tat­sache, dass «Fifa 19» nun auch die Champions-League-Lizenz erworben hat, konnte daran nichts ändern. EA gab mit ihrer Show aber bereits den Ton der gesamten E3 an – viele erste Blicke auf angekündigte Spiele, aber wenig Neues.

Vieles ist schon vor der Messe durchgesickert

Die Ursache dafür lässt sich zweifach erklären: Einerseits gab es vor der Show zahlreiche Leaks, die viele Spiele bereits von vornherein verraten haben. Die grösste Schuld trägt der Detailhandelskonzern Walmart Canada: In seinem Onlineshop erschienen kurzzeitig einige Titel, deren Existenz bis dahin unbekannt war. Pete Hines, Vizepräsident des Spieleentwicklers und Publishers Bethesda, nahm es mit Humor: An seiner Pressekonferenz dankte er seinen «Freunden bei Walmart» für die «Hilfe».

Leaks sind in der Videospielbranche keine Seltenheit. Trotzdem wurden im Vergleich zu anderen Jahren wenige neue Spiele angekündigt. Einige Titel wie der SciFi-Shooter «Halo Infinite» von Microsoft oder das Rollenspiel «The Elder Scrolls 6» waren zwar willkommene Ankündigungen, allerdings gab es nichts Konkretes aus dem Spiel zu sehen. Ein Zeichen dafür, dass die Veröffent­lichung noch in weiter Ferne liegt.

Blickt man auf den Release-Kalender für das nächste Jahr, erkennt man schnell, dass die Daten nach Ende 2019 ziemlich rar sind. Analysten und Experten sind sich einig, was das bedeutet: Die nächste Konsolengeneration ist nicht mehr weit entfernt. Die neue Playstation und die neue Xbox werden höchstwahrscheinlich an der E3 2019 zum ersten Mal gezeigt und spätestens Ende 2020 in den Regalen stehen. Deshalb behalten viele Publisher bis dahin ihre Asse noch im Ärmel.

Games werden zum Service

Die aktuelle E3 bestätigte einen Trend, der bereits vor ein paar Jahren begann und inzwischen von einigen Spielen verwendet wird: Das sogenannte «Games as a Service»-Modell. Das bedeutet: Spieler erhalten beim Kauf nicht nur das Spiel, sondern auch das Versprechen, dass das Spiel über die nächsten Jahre kontinuierlich mit neuen Inhalten aller Art bedient wird – viele davon kostenlos, andere zu einem kleinen Aufpreis.

Das E-Commerce-Unternehmen Digital River identifizierte letztes Jahr «Games as a Service»-Spiele als einen der treibenden Wachstumsmotoren. Kein Wunder, wollen alle Publisher auf diesen Zug aufspringen. Der Trend spiegelt sich teilweise sogar in den Spieltiteln wider. Untertitel wie «Infinite» oder «Ultimate» deuten darauf hin, dass diese Spiele langlebiger sein sollen als ihre Vorgänger. Erfreulich ist auch, dass Gamer immer öfter Spiele auf ihre Bedürfnisse anpassen können. Sei es bei der Wahl der Hauptfigur, der Schwierigkeit oder sogar der Steuerung – immer mehr Entwickler erlauben es den Nutzern, das Spielerlebnis individuell zu gestalten. Einen grossen Schritt Richtung Zugänglichkeit hat Microsoft gemacht: mit einem Xbox-Controller, der eigens für Menschen mit Beeinträchtigung entwickelt wurde.


Diese Spiele werden heiss erwartet

Ambitioniert: «Cyberpunk 2077»
Genre: First-Person-Rollenspiel
Release: 2019
Plattformen: PC, PS4, Xbox One

Das polnische Entwicklerstudio CD Projekt ist mit seiner Fantasy-Rollenspiel-Trilogie «The Witcher» weltberühmt geworden. In «Cyberpunk 2077» versucht sich das Team nun an einem futuristischen Setting. Im Spiel schlüpft man in die Rolle eines Söldners, den man dank Implantaten ganz nach Belieben gestalten und verändern kann.

Knüppelhart: «Sekiro: Shadows Die Twice»
Genre: Action-Adventure
Release: Anfang 2019
Plattformen: PC, PS4, Xbox One

Das japanische Studio FromSoftware ist vor allem für seine sehr herausfordernde «Dark Souls»-Reihe bekannt, in der Fehler gnadenlos bestraft werden. Nachdem die Entwickler mit «Bloodborne» bereits mit ihrer Formel experimentiert haben, versprechen sie mit «Sekiro», das bewährte ausgeklügelte Kampfsystem mit neuen Elementen anzureichern.

Cineastisch: «The Last Of Us: Part II»
Genre: Action-Adventure
Release: 2019
Plattform: PS4

Der erste Teil von «The Last Of Us» von Entwickler Naughty Dog gehört zu den Klassikern in Sonys Playstation-Spielebibliothek. Der zweite Teil sorgte an der E3 nicht nur mit erschreckenden Gewaltszenen für Aufsehen, sondern auch mit beeindruckend menschlich wirkenden Figuren. Diese sehen dank neuster Bewegungs-Erfassung fast lebensecht aus.

Fan-Liebling: «Super Smash Bros. Ultimate»
Genre: Prügelspiel
Release: 7. Dezember 2018
Plattform: Nintendo Switch

Viele Nintendo-Fans lieben die «Smash Bros.»-Reihe: Alle ihre Lieblingsfiguren aus Nintendos Spielen und sogar einige Gäste treffen im Spiel aufeinander. Mit «Ultimate» sprengt Nintendo die Grenzen: Alle Kämpfer, die jemals in der Serie vorkamen, sind dabei. Damit wird das Spiel beim Start bereits über 60 Kämpfer beinhalten.

Abwesend: «Red Dead Redemption 2»
Genre: Third-Person-Shooter
Release: 26. Oktober 2018
Plattformen: PS4, Xbox One

«Red Dead Redemption 2» wurde zwar nicht an der E3 gezeigt, ist aber das meisterwartete Spiel: Entwickler Rockstar kehrt nach dem rekordbrechenden «Grand Theft Auto V» mit einem Western-Epos zurück. Die Veröffentlichung wurde schon zweimal verschoben – die Entwickler haben aber versichert, dass das Spiel am 26. Oktober erscheint. (fg)

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