Biodiesel
Was läuft bei der Biodiesel-Anlage?

Biopower Fardin GmbH will erst nach Full-Reuenthal ziehen, wenn die Konjunktur wieder anzieht.

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Um die geplante Biodiesel-Anlage in Full-Reuenthal ist es ruhig geworden. Zur Erinnerung: Im Februar dieses Jahres reichte die Biopower Fardin GmbH aus Rudolfstetten ein Baugesuch für eine Aufbereitungsanlage im Industriegebiet ein. Aus gebrauchtem Frittieröl sowie aus Pflanzenölen, so die Absicht, wird Biodiesel von hoher Qualität gewonnen.

An den Plänen habe sich nichts geändert, das Baugesuchsverfahren laufe, sagt Geschäftsleiter Arman Fardin. Er räumt aber ein, dass der Umzug seiner Firma nicht mehr ganz zuoberst auf der Prioritätenliste stehe. Als Grund nennt er die Wirtschaftskrise. «Mit der Anlage in Full-Reuenthal könnten wir unsere Produktion erweitern. Im Moment ist die Lage allerdings unsicher. Und weil ein Umzug mit hohen Kosten verbunden ist, sind wir zurückhaltend.» In einer Wirtschaftskrise, so fährt Fardin fort, sei es durchaus verständlich, dass die Nachfrage nach Bio-Treibstoffen sinke. «Der ökologische Gedanke tritt in den Hintergrund. Auch ist der Mineralölpreis stark gefallen.»

Anders gesagt: Er wolle nichts überstürzen, meint Fardin. Die Produktion laufe in Rudolfstetten wie bis anhin weiter. Die Anlage erfülle sämtliche Anforderungen und Auflagen. Zu Beschwerden wegen Geruchsemissionen wie in der Vergangenheit sei es nicht mehr gekommen. «Wir können problemlos am bisherigen Standort bleiben.»

Sobald die Konjunktur anzieht und sich der Markt erholt, wird der Umzug ein Thema sein. Dann will die Biopower Fardin GmbH einen Entscheid fällen. «Und bis dann», so sagt Fardin, «sollten auch sämtliche Bewilligungen vorliegen.» Die Gemeinde Full-Reuenthal wartet gegenwärtig den Bericht aus Aarau ab. Die Abteilung für Umwelt sowie die Abteilung für Baubewilligungen werden ihre Stellungnahmen abgeben. (mhu)