Weitere Sparmassnahme: Das Swiss-Personal verliert seinen Shuttle-Bus

Die Fluggesellschaft verliert während der Coronakrise bis zu 2 Millionen Franken pro Tag und muss deshalb die Kosten senken. Das hat nun Folgen für den Arbeitsweg der Angestellten.

Benjamin Weinmann
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Noch immer stehen die meisten Swiss-Flugzeuge am Boden. Deshalb muss die Airline sparen.

Noch immer stehen die meisten Swiss-Flugzeuge am Boden. Deshalb muss die Airline sparen.

Ennio Leanza / KEYSTONE

Es war eine Fahrt vor die Haustüre. Seit Jahren verkehrte der Bus der Linie 737 vom Flughafen Zürich an die Obstgartenstrasse, dem Bürositz der Lufthansa-Tochter. Die Angestellten schätzten den praktischen öV-Service, der von der Swiss finanziell mitgetragen wurde. Ansonsten wäre der Unterhalt der Buslinie nicht kostendeckend gewesen.

Doch seit Ausbruch der Coronakrise herrscht auch an der Obstgartenstrasse die Devise: Wenn möglich Home Office. Die Büroräumlichkeiten sind mehrheitlich leer. Die Buslinie 737 wurde deshalb im April eingestellt, vorerst bis Mitte Dezember, wie die Swiss-Medienstelle im Herbst auf Anfrage schrieb. Damals waren die Hoffnungen auf eine Erholung des Aviatikgeschäfts noch grösser.

Vertrag mit Verkehrsbetrieben gekündigt

Doch die Aussichten haben sich verdüstert. Die Swiss muss an allen Ecken und Enden sparen. Und das hat nun auch Folgen für den «Swiss-Shuttlebus». Wie die Verkehrsbetriebe Glattal schreiben, hat die Swiss den Vertrag für die Buslinie 737 per 13. Dezember gekündigt. Sie bleibt damit definitiv ausser Betrieb. Die Angestellten werden künftig einen anderen Bus nehmen müssen, mit einer etwas weiter entfernten Haltestelle.

Die 737 ist somit Geschichte. Immerhin: Die 777, die Langstreckenflugzeuge der Swiss, sind derzeit fleissig im Einsatz für den Cargotransport der Airline.