Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Komax setzt zum Wachstumssprung an

Der Luzerner Hersteller von Kabelverarbeitungsmaschinen Komax stösst an seine Kapazitätsgrenzen. Selbstfahrende Autos und die Luftfahrt zählen zu den Wachstumstreibern.
Raphael Bühlmann
Komax-CEO Matijas Meyer im Showroom am Hauptsitz in Dierikon. (Bild: Boris Bürgisser, 18. August 2015)

Komax-CEO Matijas Meyer im Showroom am Hauptsitz in Dierikon. (Bild: Boris Bürgisser, 18. August 2015)

Man gibt sich selbstbewusst in Dierikon. Und dies wohl nicht zu Unrecht. Komax bleibt weltweit die Nummer eins im Geschäft. Der Umsatz des Herstellers von Kabelverarbeitungsmaschinen ist doppelt so hoch wie derjenige des nächsten Mitbewerbers. Messen, Schneiden, Abisolieren, Kontaktieren und Bandagieren von Leitungen sowie das Bestücken von Steckergehäusen und die Prüfung von Kabelsätzen: mechanische Arbeitsschritte, welchen laut Komax in digitalen Zeiten von selbstfahrenden Autos eine noch grössere Bedeutung beizumessen ist und die das Unternehmen erfolgreich zu automatisieren verstehe.

Die Zahlen geben dem kotierten Maschinenbauer recht: Allein im ersten Halbjahr 2018 nahmen die Bestellungen um 14 Prozent auf 256 Millionen Franken zu. Nach 10 Prozent im Geschäftsjahr 2017, stieg der Umsatz in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres gegenüber Vorjahr um über 20 Prozent – der Ebit um über 40 Prozent. Bezeichnenderweise war der Investorentag am Freitag mit leichtem Baulärm unterlegt. Neben den bisherigen Gebäuden zieht Komax in Dierikon einen sechsstöckigen Neubau hoch. Er soll ab 2019 die ­Kapazitätsengpässe auffangen und die Anzahl Arbeitsplätze verdoppeln. «Wir sind in fast allen Werken am Anschlag», verriet CEO Matijas Meyer zudem.

Gewinnziel von 100 Millionen Franken

Wichtigste Branche für Komax bleibt die Autoindustrie. In einem modernen Oberklassefahrzeug seien heute bis zu 4 Kilometer Kabel mit bis zu 680 Steckern verlegt. Den Dierikonern in die Hände spiele zudem, dass die Autos immer sicherer, vernetzter oder ökologischer, sprich mit mehr Sensoren und Elektronik ausgestattet würden.

Gleichermassen spannend wie anspruchsvoll bleibt für ­Komax das Geschäftsfeld Aerospace. Eigentlich verfügt Komax für die Verkabelung von Flugzeugen oder Space-Shuttles über die führenden Technologien. Doch anders als die Autoindustrie sei die Luftfahrt sicherheitsbedingt sehr stark reglementiert. So kriege man beispielsweise die Abisolation von Kabeln effizienter und genauer hin als bestehende Anbieter. Der dafür eingesetzte Laser sei international für Zulieferer von Flugzeugbauteilen aber noch nicht anerkannt. Auch müsse jedes einzelne Kabel, das in einem Flugzeug verbaut werde, gekennzeichnet und im Falle einer Fehlfunktion eindeutig zurückverfolgt werden können.

Unter dem Strich peilt das Unternehmen dennoch bis ins Jahr 2021 einen Umsatz zwischen 500 bis 600 Millionen Franken und einen Ebit von 80 bis 100 Millionen an. Letztes Jahr lag der Umsatz bei 400 Millionen und der Ebit bei 55 Millionen Franken.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.