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Weko bewilligt BaZ-Übernahme durch Tamedia

Die «Basler Zeitung» dürfte demnächst denselben Mantelinhalt wie andere Tamedia-Titel haben. Das Medienunternehmen hat für die Übernahme von der Wettbewerbskommission grünes Licht erhalten.
Die Basler Zeitung gehört neu zum Medienunternehmen Tamedia. (Bild: Christian Beutler/Keystone, Basel, 24. April 2013)

Die Basler Zeitung gehört neu zum Medienunternehmen Tamedia. (Bild: Christian Beutler/Keystone, Basel, 24. April 2013)

Das Medienunternehmen Tamedia darf die «Basler Zeitung» (BaZ) übernehmen: Die Wettbewerbskommission (Weko) hat grünes Licht gegeben; der Wettbewerb sei mit der Übernahme nicht in Gefahr. Offen sind nun noch Personal- und Strukturentscheide der Tamedia für ihren künftigen Basler Ableger. Tamedia plant, von der Zeitungshaus AG im Besitz von Christoph Blocher die Basler Zeitung AG zu kaufen und der Zeitungshaus AG im Gegenzug das «Tagblatt» der Stadt Zürich AG und die FZ Furttaler Zeitung AG zu überlassen. Die Zeitungshaus AG mit Sitz in Baar gibt durch ihre Tochtergesellschaft Swiss Regiomedia 24 Gratis-Wochenzeitungen her­aus, darunter Titel wie «Luzerner Rundschau», «St. Galler Nachrichten» oder «Zuger Woche».

Die Wettbewerbshüter hatten die Übernahme «vertieft» unter die Lupe genommen wegen Anhaltspunkten, dass diese eine marktbeherrschende Stellung «begründen oder verstärken könnte». Dies betraf etwa die Märkte für Inserenten in Print- und Online-Stellen-Rubrikanzeigen in der Deutschschweiz und im Raum Basel.

Kartellgesetz schützt Medienvielfalt nicht

Im Tageszeitungs-Lesermarkt im Gebiet Basel erkannte die Weko eine dominante Position der beiden Player Tamedia/BaZ und AZ/NZZ: Zusammen würden sie «die überwiegende Mehrheit der Leserschaft» bedienen. Mit der BaZ-Übernahme würden dort jedoch wohl kaum Konkurrenten wie Ringier aus dem Markt gedrängt.

Für eine Intervention indes sind die gesetzlichen Hürden auch bei einer vertieften Überprüfung hoch; eine solche wäre nur bei der Beseitigung eines wirksamen Wettbewerbes zulässig. Nach Kartellgesetz zu prüfen seien rein wirtschaftliche, nicht jedoch medienpolitische Aspekte wie die Medienvielfalt. «Durch den Eigentümerwechsel bei der ‹Basler Zeitung› verändern sich die Marktverhältnisse allerdings kaum», hält die Weko zusammenfassend fest.

Bei der Ankündigung der Übernahme hatte Tamedia den Abgang des BaZ-Chefredaktors Markus Somm per Jahresende bekanntgegeben. Dieser war in Basel eine Reizfigur: Neben dem anfänglich verheimlichten Käufer Christoph Blocher werden auch die Leitartikel von Somm als Grund für den Einbruch der BaZ-Abozahlen gesehen. Über seine Nachfolge werde Tamedia zu gegebener Zeit informieren. Die «Basler Zeitung» soll nun innert ein bis zwei Wochen Teil des Netzwerks von Tamedia werden. In Basel rechnet man damit, dass wie zuvor bereits «Berner Zeitung» und «Bund» auch die BaZ wohl künftig den Tamedia-Mantel übernimmt. (sda)

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