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Wendigkeit bleibt ein Erfolgsfaktor

Einschätzung Nach Auffassung von Branchenkennern kommt die Fusion zwischen Alstom und Siemens reichlich spät. «Wir haben uns schon lange gewundert, dass dieser Zusammenschluss nie kam», sagt Maria Leenen, Leiterin der auf das Bahngeschäft spezialisierten Unternehmensberatungsfirma SCI Verkehr in Hamburg. Eine stärkere Konzentrationsbewegung in der Branche sei in der Vergangenheit durch die Rigidität nationaler Standards und Normen in der Bahntechnik verhindert worden. Doch diese Hürden seien niedriger geworden. «Ich würde nicht annehmen, dass wir jetzt schon das Ende der Konsolidierung in der Branche gesehen haben», sagt Leenen. Es sei allerdings nicht damit zu rechnen, dass sich Bombardier kurzfristig bei Siemens und Alstom anschliessen werde. «Es gibt gute Gründe, weshalb Bombardier jetzt nicht dabei ist, und diese bleiben auf absehbare Zeit gültig.»

Um die Schweizer Stadler Rail, die im Zug der Fusion vom zehnten auf den neunten Platz der weltgrössten Schienenfahrzeughersteller vorrücken wird, würde sich Leenen «keine Sorgen machen». Stadler sei ein Unternehmen, das sich den Erfolg mit den typischen Qualitäten eines «Mittelständlers» erarbeitetet habe: Kundennähe, kurze Entscheidungswege und flache Hierarchien.

Schweizer Betriebe trotzen Grossfusionen

Mit der «unternehmerischen Pfiffigkeit», wie sie Stadler zu eigen sei, bedienten die Schweizer Marktnischen, wie sie just durch Grossfusionen entstünden. Beispielhaft nennt Leenen die einstöckigen Triebzüge des Typs «Flirt», mit denen Stadler im Wettbewerb um die grösste Rollmaterialbestellung in der Geschichte der BLS den fast viermal grösseren Konkurrenten Bombardier ausstach.

In Bussnang wollte sich gestern niemand zur geplanten deutsch-französischen Bahnhochzeit äussern. Unternehmenschef und Hauptaktionär Peter Spuhler sagte aber vorige Woche im Gespräch mit unserer Zeitung über mögliche Grossfusionen: «Das würde ich für Stadler eher als Chance denn als Herausforderung sehen. Nach solchen Fusionen sind Konzerne bekanntlich vor allem mit sich selber beschäftigt.» Tatsächlich fällt das starke Wachstum von Stadler in eine Zeit, in der es etliche Grossfusionen gegeben hat. Erinnert sei an die Zusammenschlüsse von ABB und Daimler-Benz zu Adtranz (1996) und die Übernahme von Adtranz durch Bombardier (2001).

Daniel Zulauf

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