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Weniger Gewinn wegen tieferer Preise

Dierikon Die Genossenschaft Migros Luzern hat im zurückliegenden Jahr den Nettoumsatz um 0,9 Prozent auf 1,43 Milliarden Franken gesteigert. Der Betriebsgewinn hingegen ging wegen tieferer Preise zurück. Er sank um 8,5 Prozent auf 47,7 Millionen Franken. Geschäftsleiter Felix Meyer sprach am Mittwoch an der Bilanzmedienkonferenz trotzdem von einem «fantastischen Jahr».

Die Genossenschaft habe Marktanteile gewonnen, denn während sie zulegte, ging der schweizweite Branchenumsatz um ein Prozent zurück. Zum Wachstum trugen in der Zentralschweiz die Supermärkte bei, während die Fachmärkte Umsatzrückgänge hinnehmen mussten. Pro Einkauf liessen die Kundinnen und Kunden im Durchschnitt 35,78 Franken liegen. Das sind 60 Rappen weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Einkäufe stieg allerdings um 3,3 Prozent auf 34,8 Millionen. «Grund für diese gegenläufige Entwicklung sind mehr kleinere Ladenflächen», erklärte Meyer. Denn in kleinen Läden sei der Warenkorb naturgemäss kleiner.

Migros-Klubschule mit sinkenden Umsätzen

Unter Druck standen die Einkaufszentren der Migros. Das Zentrum in Zug konnte die Zahl der Besucher halten, die beiden anderen in Sursee und Stans mussten dagegen Einbussen hinnehmen. Mit dem Start der Mall of Switzerland ist Meyer zufrieden (siehe Interview). Mit sinkenden Umsätzen kämpfte in der Zentralschweiz die Migros-Klubschule. Der Umsatz ging um 5,9 Prozent auf 16,2 Millionen Franken zurück. Ein Grund dafür war, dass weniger Deutschkurse von Einwanderern belegt wurden, ein anderer ist die Digitalisierung und das damit verbundene neue Lernverhalten.

Die Genossenschaft Migros Luzern ist die grösste private Arbeitgeberin der Zentralschweiz. Die Zahl der Mitarbeitenden ging zwar um 1,3 Prozent auf 5960 zurück. Die Zahl der Stellen nahm aber um 1,2 Prozent auf 3316 zu. (rr)

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