Wohnungsmarkt
Wer in der Schweiz am meisten zügelt

In keinem Kanton wechseln die Bewohner so oft ihr Heim wie in Zürich. Deutlich sesshafter sind die Einwohner von Genf, Uri oder Graubünden. Und die Einwohner der anderen Kantone?

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Keystone

Die Zürcher sind Meister im Umziehen. Zwischen Juni 2009 und Juni 2010 wechselten 100 000 Haushalte im Kanton ihren Wohnsitz. Dies entspricht einer jährlichen Umzugsrate von 15,2 Prozent.

Besonders extrem ist es in der Stadt Zürich. Dor findet in einer von fünf Wohnungen jährlich ein Wechsel statt, wie eine neue Auswertung der Zürcher Kantonalbank für das Immobilienportal homegate.ch zeigt.

12 Prozent aus dem Ausland

In 88 Prozent der Fälle handelte es sich um eine Binnenwanderung: Die neuen Bewohner kamen also aus dem Kanton Zürich oder aus der übrigen Schweiz. Bei den weiteren 12 Prozent handelt es sich um Haushalte, die direkt aus dem Ausland zugezogen sind.

Ebenfalls fleissige Umzieher sind die Haushalte in den Kantonen Zug (14,8 Prozent), Basel-Stadt (14,5 Prozent) und Fribourg (13,9 Prozent). Auch der Kanton Aargau liegt mit 13,2 Prozent über dem Schweizer Mittel (12,7 Prozent).

Sesshafte Bergler

Deutlich sesshafter sind die Einwohner des Kantons Genf, wo lediglich 11,3 Prozent der Haushalte ihre Bleibe wechselten. Damit entspricht die gemessene Umzugshäufigkeit im Kanton Genf jene des eher ländlich geprägten Kantons Jura. Im Gegensatz zum Kanton Jura ist der Genfer Wohnungsmarkt jedoch sehr international: Der Anteil Zuzüge aus dem Ausland ist mit 27 Prozent schweizweit am höchsten.

Kaum aus ihrem eigenen Heim bringt man die Bewohner der Bergkantonen Uri (8,2 Prozent), Graubünden (8,5 Prozent) und Wallis (9,4 Prozent). Die tiefe Umzugshäufigkeit in diesen drei Kantonen und im Tessin (8,4 Prozent) dürfte auf die hohen Eigenheimquoten zurückzuführen sein. (jep)