Privatbank
Wertberichtigungen brocken Bank J. Safra Sarasin Verlust ein

Die Bank J. Safra Sarasin ist im vergangenen Jahr in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich schrieb das Unternehmen einen Verlust von 40,0 Millionen Franken. Gründe für das Minus sind höhere Wertberichtigungen und Rückstellungen.

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Die Filiale der Bank J.Safra Sarasin am Paradeplatz in Zürich. (Symbolbild)

Die Filiale der Bank J.Safra Sarasin am Paradeplatz in Zürich. (Symbolbild)

Keystone

Im Vorjahr hatte die Bank noch einen Gewinn von 46,3 Millionen Franken erzielt. Hauptgrund für das Minus sind deutlich höhere Wertberichtigungen und Rückstellungen: Der Posten lag mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr bei 157,4 Millionen Franken, wie aus dem Jahresbericht der Bank J. Safra Sarasin hervorgeht, der Ende April auf ihrer Webseite aufgeschaltet worden ist und über den der «Blick» am Dienstag berichtete.

Operativ lief es dagegen nicht schlecht: Das Kommissionsgeschäft als wichtigster Bereich generierte einen Erfolg von 447 Millionen Franken und damit 9,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch das Zinsengeschäft lief besser, während die Handelssparte und die weiteren Aktivitäten weniger Einnahmen generierten.

Insgesamt stieg der Betriebserfolg um 5,5 Prozent auf 718,7 Millionen Franken. Weil allerdings die Ausgaben noch stärker anwuchsen, schrumpfte der Bruttogewinn um 12,6 Prozent auf 127,2 Millionen Franken. Ebenfalls gesunken ist die Zahl der Mitarbeiter, die um 193 auf 1544 zurückging.

Die ehemalige Bank Sarasin war vergangenes Jahr vollständig in der brasilianischen Safra-Gruppe aufgegangen, die seither unter dem Namen J. Safra Sarasin firmiert. Der Mutterkonzern hatte seinen Jahresbericht bereits Ende März veröffentlicht.