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Wie Sie jetzt Ihre Miete senken können

Vermieter freuen sich über billige Hypotheken. Viele Mieter warten dagegen vergeblich auf Mietsenkungen. Wenn sie bei früheren Senkungen keine Mietzinsreduktion erhielten, können Sie diese anhand unserer Anleitung einfordern.

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Mieter beim Umzug: Nur 20 Prozent kommen laut Mieterverband in den Genuss von zinsbedingten Mietsenkungen.

Mieter beim Umzug: Nur 20 Prozent kommen laut Mieterverband in den Genuss von zinsbedingten Mietsenkungen.

Keystone

Auch wenn der Referenzzinssatz für Mietverhältnisse gestern nicht gesenkt wurde, haben zahlreiche Mieter Anspruch auf eine Senkung ihrer Miete. Dann nämlich, wenn sie bei früheren Senkungen keine Mietreduktion eingefordert haben. So gehen Sie vor:

Basis Ihrer Senkung: Zunächst sollten Sie in Ihrem Mietvertrag den Referenzzinssatz überprüfen. Von dieser Basis aus und ohne spätere allfällige Senkungen lässt sich der Senkungsanspruch errechnen. Beispiele: Beruht Ihre Miete auf einem Zinssatz von 2,50 Prozent, haben Sie Anspruch auf eine Mietpreissenkung um 5,66 Prozent.

Teuerung berechnen: Der Vermieter kann einen Teil Ihres Senkungsanspruchs mit der Teuerung verrechnen. Über die letzten Jahre war die Teuerung aber sehr gering oder gar negativ.

Betriebs- und Unterhaltskosten: Weiter kann der Vermieter gestiegene Betriebs- und Unterhaltskosten mit Ihrem Senkungsanspruch verrechnen. Er muss diese Kostensteigerung aber konkret nachweisen können.

Brief schicken: Wenn die Prüfung ergibt, dass Sie eine Mietzinssenkung zugute haben, so erkundigen Sie sich schriftlich bei der Vermieterschaft, wie sich die Referenzzinssenkung auf Ihren Mietzins auswirkt. Die Erfahrung zeigt, dass die Mieten in den meisten Fällen gesenkt werden, wenn eine Senkung verlangt wird.

Antwort prüfen: Der Vermieter muss innert 30 Tagen zu Ihrem Senkungsbegehren Stellung nehmen. Wenn der Vermieter Ihren Anspruch bestreitet, lassen Sie die Mietzinssenkung vom Mieterinnen- und Mieterverband überprüfen.

Schlichtungsstelle: Reagiert der Mieter innert 30 Tagen nicht, so müssen Sie sich innert 60 Tagen nach Versand Ihres Briefes an die Schlichtungsbehörden wenden. Wenn Sie vom Vermieter eine Antwort erhalten, aber bei der Überprüfung der Mietzinssenkung zum Schluss kommen, dass sie zu wenig hoch ausfällt, so müssen Sie innert 30 Tagen ebenfalls an die Schlichtungsbehörde gelangen.