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Wie viel bringt Andersartigkeit im Tourismus?

Am Zentralschweizer Tourismustag gingen Unternehmer aus der Branche der Frage nach, ob man «anders» sein müsse, um Erfolg zu haben. Klar wurde: Hinter der Abgrenzung steckt Strategie.
Livio Brandenberg
Globetrotter-CEO André Lüthi (links) und Luzerner Tourismusdirektor Marcel Perren (Mitte) am Zentralschweizer Tourismustag am Montag. Bild: Nadia Schärli (Luzern, 15. Oktober 2018)

Globetrotter-CEO André Lüthi (links) und Luzerner Tourismusdirektor Marcel Perren (Mitte) am Zentralschweizer Tourismustag am Montag.
Bild: Nadia Schärli (Luzern, 15. Oktober 2018)

Es waren grundlegende Fragen, die am Montag am Zentralschweizer Tourismustag in Luzern diskutiert wurden: Was macht ein erfolgreiches Geschäftsmodell aus? Sind es noch die herkömmlichen Strategien und Konzepte oder ist es die Differenzierung, die Erfolg bringt? Man ahnt es längst: Die Diskussion – erstmals in den Räumen der Schweizerischen Hotelfachschule Luzern SHL beim Hotel Montana – drehte sich darum, anders zu sein, sowie um die Her­ausforderungen und Grenzen der Andersartigkeit. Rund 130 Touristiker aus der Region nahmen am Anlass teil, ungefähr gleich viele wie in den letzten Jahren.

Man wolle dieses Jahr Menschen zur Sprache kommen lassen, «die mit ihrem Geschäftskonzept, mit ihrer Lebenseinstellung oder mit ihrer Art, die Dinge zu sehen, einen etwas anderen Weg eingeschlagen haben», eröffnete Timo Albiez, der stellvertretende Direktor der Schweizerischen Hotelfachschule Luzern SHL, den Event.

Die Extrameile und das Extrapfefferkorn

Eine dieser Personen trat gleich zu Beginn vor die Gäste: André Lüthi, CEO des Berner Reiseunternehmens Globetrotter Group, hat einen speziellen Weg hinter sich: Er absolvierte eine Bäckerlehre – heute führt er eine globale Reisekette mit 430 Angestellten, die auf Individualreisen spezialisiert ist. Es brauche Leidenschaft, nicht einfach Diplome: «In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst», sagte Lüthi. So gehe er auch bei der Rekrutierung vor: Wer nicht mindestens drei Monate Reiseerfahrung auf drei Kontinenten – ohne Europa – vorweisen könne, habe bei Globetrotter schlechte Karten. Er schloss sein Referat mit einer Empfehlung: Wenn der Wind des Wandels wehe, würden die einen Schutzmauern bauen, die anderen Windmühlen. Lüthi riet den Anwesenden zu Letzterem.

Vor dem Reisunternehmer Lüthi hatte die Stadtluzerner Finanzdirektorin Franziska Bitzi Staub in ihrem Grusswort die Wichtigkeit des Austauschs in der Branche betont. Auch sie wandte sich mit einem Rat an die Tourismusvertreter: Man soll sich durchaus von Konkurrenten unterscheiden – aber nicht um jeden Preis anders sein.

Nicht um jeden Preis, aber zu einem guten bietet die Hotelkette Motel One ihre Zimmer an. Von Motel mit Stockbetten und Getränkeautomaten an Autobahnen zur gehobenen Hotelkette, so zeichnete Urs Vogel, der Manager des Motel One in Zürich, die Geschichte des Unternehmens nach. Neben dem Preis nannte Vogel zwei weitere Punkte, die für die Strategie von Motel One entscheidend sind: Der Standort müsse top sein und die Qualität in den Hotels wie auch online müsse stimmen.

Den buntesten Auftritt des Abends bot Jasmin Feierabend, Inhaberin von Happy Souls, einer Cateringfirma. Sie sang zu Beginn ihres Referats aus dem eigenen Werbespot vor. Bei ihr und ihren Mitarbeitenden heisse es: immer eine Meile und ein Pfefferkorn mehr. So habe sie es vom Streetfood-Popup-Stand zur Firmeninhaberin geschafft. Organisiert wurde der Zen­tralschweizer Tourismustag von Luzern Tourismus, der Hotelfachschule Luzern und der Hochschule Luzern.

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