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WILLISAU: Brack führt neu auch Esswaren in seinem Online-Shop

Der zur Competec-Gruppe gehörende Onlinehändler Brack.ch verkauft neu auch Lebensmittel. Die Grossverteiler sehen die neue Konkurrenz gelassen.
Raphael Bühlmann
Bestellte Artikel werden zu den Verschliess- und Etikettiermaschinen transportiert, bevor sie das Willisauer Competec-Lager verlassen. (Bild: Christian Beutler/Keystone (25. Januar 2018))

Bestellte Artikel werden zu den Verschliess- und Etikettiermaschinen transportiert, bevor sie das Willisauer Competec-Lager verlassen. (Bild: Christian Beutler/Keystone (25. Januar 2018))

Raphael Bühlmann

Der Onlinehändler Brack.ch erweitert sein Angebot. Seit gestern stehen beim E-Commerce-Spezialisten auch Lebensmittel im Onlineshop. «Brack hat in den vergangenen Jahren sein Konsumgütersortiment stetig ausgebaut und entsprechende Beziehungen zu Lieferanten aufgebaut, um nun selbst in den Handel mit haltbaren Lebensmitteln einzusteigen», schreibt der zur Competec-Gruppe gehörenden Onlinehändler zur Begründung. Man rechne sich vor allem auch Chancen aus, weil der Food-Markt online in der Schweiz noch wenig entwickelt sei.

«Im Detailhandel wird die Hälfte des Umsatzes mit Nahrungsmitteln gemacht, und wir wollen auch einen Teil des Kuchens», sagte gestern Patricia Zwyssig an einer Medienkonferenz in Zürich. Wie die eigens für den Food-Bereich angeheuerte Produktemanagerin weiter erklärte, ergänze man damit die bereits mehr als 5000 bestehenden Artikel des täglichen Bedarfs, dar­unter Babynahrung, Backzutaten, Tierbedarf, Reinigungs- und Körperpflege-Artikel.

Frische Ware ist eine Herausforderung

Neu hinzu kämen nun rund 1000 Lebensmittel, Snacks und Getränke von rund 70 Marken. Auf die Frage, ab wann man auch Fleisch, Früchte oder Gemüse bei Brack bestellen könne, winken die Verantwortlichen allerdings ab. «Wir stellen fest, dass sich der Konsument bei frischen Lebensmitteln auf seine Sinne verlässt. Salate, Tomaten oder Äpfel will er sehen, anfassen oder riechen, bevor er sie sich in den Warenkorb legt», so Zwyssig.

Auch stellten frische oder gekühlte Produkte die Logistik vor sehr grosse Herausforderungen. Deshalb setze man auf lang haltbare Lebensmittelprodukte. «Der Konsument will mit Vorratswaren so wenig Aufwand wie möglich haben – Hauptsache, der Schrank daheim ist einfach, weitgehend ohne Schleppen, schnell und günstig aufgefüllt», ergänzt Marc Isler, Marketingleiter bei Brack. Snacks, Süss- und Teigwaren, Reis, Bouillon oder Fertigprodukte fänden sich deshalb im Brack-Sortiment.

Aber auch alkoholfreie Getränke sowie Bier zählen bereits zum Angebot. Dieses soll nun laufend mit weiteren einfach handhabbaren Produkten ausgebaut werden. Noch in diesem Jahr will Brack zudem die Aufnahme von Wein und Spirituosen prüfen. Zudem kämen durch die Integration von Ziano.ch ab April auch Delikatessen und Spezialitäten ins Sortiment. Dienstleistungen wie Abos, Packages und Einkaufslisten seien ebenso angedacht.

Tiefpreisstrategie ist nicht geplant

Nebst dem Ziel, den Umsatz um die Lebensmittelsparte zu erweitern, soll diese auch dabei helfen, den Umsatz des restlichen Sortiments anzukurbeln. Konkret soll der Onlineshop durch das Lebensmittelangebot von mehr Personen und öfters besucht werden. Beim Einkauf für den täglichen Bedarf wird der Kunde dann auf die restlichen Artikel von Brack aufmerksam, so die Hoffnung. Ebenfalls sollen Kunden ihre Einkäufe mit den Food-Artikeln erweitern. Denn Brack erhebt heute einen Kleinmengenzuschlag für Lieferungen für unter 50 Franken.

Beläuft sich nun eine Bestellung unter diesem Wert, kann diese mit Lebensmitteln ergänzt werden. «Man kann alles miteinander kombinieren und erhält schliesslich nur ein Paket nach Hause geliefert», so Zwyssig. Systemseitig habe Brack dadurch nicht viel anpassen müssen. Die Prozesse seien für haltbare Lebensmittel sehr ähnlich wie für die anderen Sortimente.

Betreffend Preisgestaltung orientiert man sich bei Brack am bestehenden Marktumfeld. Auf keinen Fall werde man eine Tiefpreisstrategie fahren.

Bei Migros und Coop gibt man sich vorderhand gelassen angesichts der neuen Online­konkurrenz. Migros schreibt, dass man die Marktentwicklung aufmerksam beobachte. «Jeder neue Anbieter wird dem Onlinehandel in der Schweiz sicherlich zusätzlich Auftrieb geben», schreibt Migros auf Anfrage.

Von Coop ist zu vernehmen, dass man jeden Mitbewerber ernst nehme. Man setze aber auf den Lieferservice sowie Qualität der Produkte. Zudem verweist das Unternehmen auf das star- ke Wachstum: «Allein im letzten Jahr ist Coop@home über 10 Prozent gewachsen.»

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