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CPH-CEO Schildknecht: «Wir konnten den Personalbestand aufrechterhalten»

Die Aktionäre hätten in den letzten Jahren sehr geringe oder gar keine Dividende erhalten, sagt CPH-CEO Peter Schildknecht. Die Verdoppelung der Ausschüttung ist für ihn darum gerechtfertigt.
Interview: Rainer Rickenbach
CPH-CEO Peter Schildknecht. Bild: Dominik Wunderli (Perlen, 26. Februar 2019)

CPH-CEO Peter Schildknecht. Bild: Dominik Wunderli (Perlen, 26. Februar 2019)

Die Chemie und Papier Holding AG (CPH) hat im vergangenen Jahr den Betriebsgewinn massiv auf 52 Millionen Franken gesteigert. Alle drei Unternehmenssparten Papier, Chemie und Verpackung trugen zur Gewinn­steigerung bei. Die Aktionäre werden dank des Gewinns doppelt so viel Dividende erhalten wie in den Jahren zuvor. Für das Firmenjubiläum gibt es zudem zusätzliche 50 Rappen pro Aktie.

Die Aktionäre werden für das gute Jahresergebnis belohnt. Warum nicht auch die Mitarbeitenden?

Peter Schildknecht: Die CPH-Gruppe ist eine nachhaltige und sozial engagierte Arbeitgeberin, die ihre Mitarbeitenden am Erfolg teilhaben lässt. Diese haben im Rahmen ihrer Anstellungsbedingungen je nach Anspruchsberechtigung und persönlichem Einsatz für 2018 Erfolgsbeteiligungen erhalten.

Die Jubiläumsdividende kommt ausschliesslich den Aktionären zugute.

Die Aktionäre haben in den letzten Jahren eine sehr geringe oder gar keine Dividende erhalten. Auch mit der Jubiläumsdividende erhalten sie eine Rendite auf den Aktien, die knapp dem Durchschnitt vergleichbarer Industrieunternehmen entspricht.

Trotzdem: Wäre ein Bonus als Anerkennung nicht angebracht gewesen? Schliesslich haben die Mitarbeitenden der Papiersparte in Perlen unbezahlte Überstunden geleistet, als dieser Unternehmens­bereich rote Zahlen schrieb.

Die Mitarbeitenden in allen Unternehmensbereichen und an allen Standorten der CPH-Gruppe weltweit haben mit ihrem Einsatz das tolle Ergebnis von 2018 ermöglicht. Wir hatten sehr schwierige Zeiten im Papiergeschäft und haben in diesem Bereich in den letzten Jahren weit über 100 Millionen Franken Verluste geschrieben. Wir sind sehr dankbar für den Beitrag, den die Mitarbeitenden geleistet haben, um diese Phase überhaupt durchstehen zu können. Deshalb konnten wir auch in den anspruchsvollen Jahren den Personal­bestand aufrechterhalten. Neben den individuellen Lohnerhöhungen wurde am Standort Perlen zudem jedem Mitarbeitenden Ende 2018 eine einmalige Zahlung von mehreren hundert Franken ausgerichtet.

Nun bewegt sich die CPH-Gruppe im schwierigen Zeitungspapiergeschäft wieder in der Gewinnzone. Welche Entwicklung erwarten Sie für dieses Jahr?

Im ersten Halbjahr sind die Papierpreise stabil, in der zweiten Jahreshälfte hängt die Entwicklung davon ab, wie sich Nach­frage und Angebot weiterent­wickeln. Für 2020 erwarten wir einen Umsatz im Rahmen des Vorjahres und eine operative Gewinnmarge, die leicht unter dem Vorjahr liegen könnte.

Wie sieht es längerfristig aus? Eine Trendumkehr bei der Nachfrage für Papier von Zeitungen und Maga­zinen dürfte wohl kaum zu erwarten sein.

Die Papiernachfrage wird in den nächsten Jahren weiter zurückgehen, da die Mediennutzung sich weiter Richtung Online verschiebt. Es werden weitere Produktionskapazitäten aus dem Markt verschwinden müssen, damit diese sich der Nachfrage wieder angleichen können. Da wir in Europa über die modernste und effizienteste Produktions­anlage verfügen, sind wir überzeugt, dass wir dank straffem Kostenmanagement als Gewinner aus diesem Verdrängungswettkampf hervorgehen werden.

Die CPH-Gruppe expandiert stark in den Bereichen Pharmaverpackungen und Chemie. Wie werden sich die Umsatzanteile der drei Bereiche in fünf Jahren verteilen?

Wir gehen davon aus, dass Verpackung und Chemie dann mehr als die Hälfte des Gruppenumsatzes ausmachen werden.

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