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Arbonia-CEO nach Übernahme: «Wir wollen an den besten Standorten produzieren»

Nach der Übernahme der belgischen Vasco-Gruppe durch Arbonia äussert sich Alexander von Witzleben zum Kauf. "Wir schliessen eine Lücke in Europa", sagt der CEO von Arbonia.
Stefan Borkert

Arbonia hat den Turnaround geschafft und wächst. Vasco hat seine Wachstumsjahre schon zehn Jahre hinter sich. Ist der Kauf nicht riskant?

Wir sind schon seit Jahren in Kontakt mit Vasco und kennen die Gruppe deshalb gut. Vasco kann in diesem Wettbewerbsumfeld nicht mehr alleine substanziell und international wachsen. Die Akquisition hat somit für uns mehrere Vorteile. Unter anderem bringt sie uns nahe an den grössten unmittelbaren Mitbewerber heran.

Welche Vorteile meinen Sie?

Nun, wir schliessen mit dieser Übernahme eine Lücke in Europa, nämlich die Benelux-Staaten. Ausserdem ist Vasco auch in Frankreich aktiv. Im Bereich Flachheizkörper sind die Gesellschaften von Vasco im Premiumsegment angesiedelt, was unser Portfolio wunderbar ergänzt. Weiter bringt Vasco eine Produktion für Elemente bei Fussbodenheizungen mit ein. Hier waren wir bislang nur Händler. Zusätzlich können wir in der kontrollierten Wohnraumlüftung weiter wachsen.

Was wurde wegen der vier Vasco-Standorte vereinbart? Die Gewerkschaften könnten bei Schliessungen zum Arbeitskampf aufrufen.

Wir nehmen uns jetzt zwölf ­Monate Zeit, um die Gesamtsituation sorgfältig zu analysieren, damit wir nachhaltige Schritte einleiten können. Wir überlegen uns, wie die Produktion von Heizkörpern in zehn Jahren aussieht. Die Mitarbeitenden der Vasco haben die Nachricht der neuen Eigentümerschaft sehr positiv aufgenommen. Ich war vor Ort dabei.

Verkäufer Jos Vaessen ist ein Patron alter Schule. Hat er Bedingungen für den Erhalt der Standorte gefordert?

Wir wollen an den besten Standorten produzieren. Das gehört zu unserem Konzept. Es gibt keine vertraglichen Beschränkungen, was die Standorte angeht. Im Übrigen hätte Jos Vaessen die Vasco Group längst an eine Private-Equity-Gesellschaft verkaufen können. Für ihn aber sind wir der ideale neue Eigentümer. Mit uns sieht er auch eine Zukunft für seine Mitarbeiter.

Der Heizkörpermarkt in Europa schrumpft. Wieso macht diese Investition Sinn?

Der Markt in Westeuropa ist rückläufig. Weil die Wirtschaft boomt, fällt dies weniger auf. Aber wir investieren gezielt in die Zukunft und denken langfristig: Nach einer Neubauphase wird es auch wieder zu Renovationen kommen, was die Nachfrage nach Heizkörpern begünstigen wird. Und die Nachfrage nach Heizkörpern in den Ländern im Osten wird auch in den nächsten Jahren bestehen bleiben.

Wie sieht es mit dem Russlandgeschäft aus?

Russland ist ein riesiger Markt. Aufgrund der politischen Situation und den Sanktionen haben wir Marktanteile eingebüsst. Es stellte sich die Frage: Rückzug oder Investition? Wir haben uns für Letzteres entschieden und sind dabei, für 30 Millionen Franken eine Produktionsstätte in Russland zu bauen. Sie wird 2019 in Betrieb genommen.

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