Zukunft des WEF
Wird Clinton Nachfolger von WEF-Gründer Schwab?

Gemäss einem von der Zeitung «Der Sonntag» enthüllten, streng geheimen Szenario, könnte der ehemalige US-Präsident Bill Clinton neuer WEF-Präsident werden. Clinton selbst wollte sich dazu nicht äussern.

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Ex-Präsident Bill Clinton am WEF.

Ex-Präsident Bill Clinton am WEF.

Keystone

WEF-Gründer Klaus Schwab, der bald 73-jährig wird, scheut die Nachfolgediskussion und will noch lange weitermachen. Dennoch hat das Weltwirtschaftsforum ein Szenario für die Nachfolge, das streng geheim ist, wie die Zeitung «Der Sonntag» berichtet. Als idealer Nachfolgekandidat wird Ex-US-Präsident Bill Clinton gehandelt.

Im Gespräch mit dem «Sonntag» will dies Clinton weder bestätigen noch dementieren, er äussert sich dafür aber zur Nachfolgeproblematik. Auf die Frage, wie es nach Schwab weitergehe, sagt er: «Das ist eine grosse Herausforderung. Diese bewundernswerte Veranstaltung ist die Leistung von Klaus Schwab, sie lebt von ihm», so Clinton.

«Bei Organisationen, die von einer Persönlichkeit stark geprägt ist, ist die Nachfolgefrage stets von hoher Bedeutung. Solche Überlegungen mache auch ich mir mit meiner Stiftung.» Die William J. Clinton Foundation engagiert sich in der Armutsbekämpfung und für eine bessere Gesundheitsversorgung in Entwicklungsländern.

Kann sich der 64-Jährige denn vorstellen, dereinst das WEF-Präsidium von Klaus Schwab zu übernehmen? Bill Clinton schmunzelt nur und sagt dazu gar nichts. Ein Dementi klingt anders.

Ein anderer in den Medien gehandelter Kandidat, Ex-UNO-Generalsekretär Kofi Annan, sagt gegenüber dem «Sonntag» hingegen klipp und klar: «Dass ich das WEF-Präsidium übernehme, ist überhaupt kein Thema.»