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Wird Globus ins Ausland verkauft?

Diese Woche verkündete Migros, dass man sich von Globus trennt. Nun könnte die Premium-Warenhauskette nach Österreich verkauft werden.
Patrik Müller, Andreas Möckli
Die Globus-Filiale an der Pilatusstrasse in Luzern. (Bild: Nadia Schärli, 23. Oktober 2018)

Die Globus-Filiale an der Pilatusstrasse in Luzern. (Bild: Nadia Schärli, 23. Oktober 2018)

Jetzt beginnt das grosse Rätseln. Wer kauft Globus, Interio, Depot und M-Way? Die Frage drängt sich auf, nachdem Migros am Donnerstag bekanntgab, sich von diesen Firmen trennen zu wollen. Dabei steht Globus mit einem Umsatz von gut 800 Millionen Franken als grösstes der vier Unternehmen im Zentrum des Interesses. Für mögliche Käufer dürften vor allem die Filialen von Globus reizvoll sein, die sich in allen grossen Schweizer Städten an zentraler Lage befinden. Wie viele der Liegenschaften in Eigenbesitz sind,sagt Migros allerdings nicht.

Als Käufer von Globus – diese über 100 Jahre alte Schweizer Institution mit rund 3100 Mitarbeitern – kommt wohl nur ein Unternehmen aus dem Ausland in Frage. Denn Manor kämpft mit eigenen Problemen und hat selber zu viele Warenhäuser. Auch Coop mit seinen City-Warenhäusern scheint als Käufer unrealistisch. Die Coop-Spitze setzt ihre Prioritäten auf den Ausbau des digitalen Handels.

Eine Übernahme durch das eigene Management wiederum ist finanziell unrealistisch. Ein Kauf ist viel zu teuer. Globus-Chef Thomas Herbert hat sich zwar am Donnerstag in der SRF-Sendung «10 vor 10» gleich selbst ins Spiel gebracht: «Ich würde am liebsten selber investieren, ich bin heute schon beteiligt.» Um gleich zu relativieren, dass ein künftiger Partner auch aus dem Ausland kommen könne. Herbert besitzt weniger als 3 Prozent an Globus.

Österreichische Gruppe könnte interessiert sein

Bereits mehrfach als möglicher Käufer wurde die österreichische Signa-Gruppe erwähnt. Dort hat der ehemalige Migros-Handelschef Dieter Berninghaus eine Schlüsselposition inne. Er ist der Vorgänger von Beat Zahnd, der heute die Firmen Globus, Interio, Depot und M-Way verantwortet. Signa würde auch deshalb gut passen, da die Firma bereits heute Warenhäuser im oberen Preissegment besitzt, etwa das Kaufhaus des Westens in Berlin. Möglicherweise werde Signa aber nur die rentablen Filialen von Globus kaufen wollen, sagt ein Beobachter. Dies widerspräche jedoch der Strategie von Migros, die Käufer sucht, die das Geld mitbringen – und willens sind –, die gekauften Marken weiterzuentwickeln und zu investieren.

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