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WIRTSCHAFT: Der Mindestkurs-Ausstieg rückt näher

Die Schweizer Wirtschaft hat sich in der Eurokrise wacker geschlagen. Laut der Credit Suisse sind die Bedingungen, die zur Festsetzung des Mindestkurses führten, aber nicht mehr gegeben.
Roman Schenkel
Seit über zwei Jahren hat der Mindestkurs vom Franken zum Euro Bestand. (Bild: Keystone / Martin Ruetschi)

Seit über zwei Jahren hat der Mindestkurs vom Franken zum Euro Bestand. (Bild: Keystone / Martin Ruetschi)

Vor fast genau zwei Jahren hat die Schweizerische Nationalbank einen Franken-Mindestkurs zum Euro festgelegt. Begründet wurde dies damals mit der Überbewertung des Frankens sowie Rezessions- und Deflationsgefahren. All diese Gründe liegen aber gemäss einer aktuellen Studie der Credit Suisse nicht mehr vor.

Die Ökonomen der Credit Suisse machen sich deshalb für eine Diskussion über mögliche Ausstiegs-Strategien stark. Das Thema Exit werde auch für die Schweiz aktueller. Die CS-Ökonomen sehen zwei mögliche Szenarien für einen Ausstieg der Nationalbank aus der Untergrenze. Im positiven Fall würde sich die Wirtschaft in der Eurozone deutlich erholen und die Schweiz würde ihre Funktion als sicherer Hafen verlieren. «Die SNB könnte in diesem Fall die Untergrenze ohne Probleme aufheben», sagte Oliver Adler, Leiter Finanzanalyse der CS gestern bei einem Medienanlass.

Im schlechteren Szenario steige die Inflationsgefahr und der Aufwertungsdruck auf den Franken. «Die SNB müsste dann wohl eine kontrollierte Aufwertung des Frankens tolerieren, zum Beispiel durch die Senkung des Mindestkurses unter die Marke von 1,20», sagte Adler. Eine vollständige Aufhebung der Untergrenze wäre in diesem Fall aber wegen der Nebenwirkungen sehr unwahrscheinlich. Die Ökonomen der CS gehen davon aus, dass der Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken wohl bis mindestens Ende 2014 bestehen bleibe.

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