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Perspektiven für die Zentralschweiz:
Wirtschaft wächst, aber langsamer

Gemäss Prognosen des Forschungsinstituts BAK Economics wird die Zentralschweiz 2019 weiter wachsen, jedoch nicht mehr in gleich hohem Tempo. Die Stimmung bei den Firmen bleibe hervorragend.
Livio Brandenberg
BAK-Chefökonom Martin Eichler gestern Abend im KKL. (Bild: Manuela Jans)

BAK-Chefökonom Martin Eichler gestern Abend im KKL. (Bild: Manuela Jans)

Es gab ein Jubiläum zu feiern gestern Abend: Zum 20. Mal trafen sich Hunderte Vertreter aus Wirtschaft und Politik im Konzertsaal des KKL Luzern, um einen Blick auf die Perspektiven des kommenden Jahres zu werfen. Insgesamt war es bereits die 29. Auf­lage des traditionsreichen Anlasses, wie Moderator Ronald Joho-Schumacher anmerkte. Aus diesem Grund blickte er kurz ­zurück: Man sei die erste nichtmusikalische Veranstaltung im KKL gewesen, «und wir hatten in all den Jahren spannende Gäste hier». So etwa Ulrich Tilgner, ­Samih Sawiris sowie die Bundesräte Joseph Deiss, Doris Leuthard und im letzten Jahr Ueli Maurer. Dieses Jahr wurde Abt Christian Meyer, der seit 2010 das Kloster Engelberg verantwortet, als Gastredner eingeladen.

Gekommen waren die – wohl meisten – Gäste aber wegen Martin Eichler. Und der Chefökonom von BAK Economics brachte eine frohe Botschaft: In seinem Referat wies er auf die «gute Ausgangslage» in der Schweiz, aber auch der Zentralschweiz hin. Der wichtigste Indikator für eine akkurate Einschätzung liefere die Befragung der Unternehmen. Man sehe eine sehr gute Stimmung bei den Firmen in der Schweiz, «wir sprechen von ausserordentlich hohen Werten, wie in Boomphasen». Auch in der Zentralschweiz zeigen gemäss den BAK-Experten alle Pfeile nach oben, man müsse nur die News von den Unternehmen in der Region anschauen: So ziehe beispielsweise der Brauereiriese Anheuser-Busch Inbev (Budweiser) nach Rotkreuz, Maxon Motor teile mit, man gehe mit viel Zuversicht in die Zukunft, und die Pilatus Flugzeugwerke seien bis 2020 ausgelastet. Ausserdem bauten viele andere Unternehmen in der Region aus. Eichler erwartet für das kommende Jahr ein Wachstum von – im schweizweiten Vergleich – leicht überdurchschnitt­lichen 1,9 Prozent. In diesem Jahr soll das Bruttoinlandprodukt der Zentralschweiz um 2,1 Prozent zulegen. Mit diesem Wert für 2019 gehört die Zentralschweiz zwar nicht mehr zu den dynamischsten Regionen des Landes, so wie in den vergangenen Jahren. Doch die Wirtschaft soll laut Eichler immerhin ein wenig stärker wachsen als das BIP der Schweiz, dessen Wachstum das BAK mit 1,6 Prozent prognostiziert.

Enorme Wachstumsraten beim Tourismus

Ein wichtiger Faktor für die guten Wachstumsaussichten sei die in der Region starke Investitions­güterindustrie, so Eichler. Vorne dabei sind hier Nidwalden, vor ­allem dank Pilatus, aber auch Obwalden, Uri und Zug. In der Baubranche werde es in einigen Kantonen zu einer Verlangsamung kommen, doch diese sei punktuell. So seien etwa Luzern und Zug vom Rückgang der Bautätigkeit 2019 stärker betroffen als die kleineren Zentralschweizer Kantone, da grosse Projekte wie die Mall of Switzerland oder der Siemens Campus fertiggestellt wurden. In den Kantonen Uri und Nidwalden wachse die Bauwirtschaft aber munter weiter. Von Bedeutung ist auch der Tourismus: Die Branche – als Indikator dient das Gastgewerbe – werde 2019 in allen Zentralschweizer Kantonen weiter wachsen. Enorm hohe Wachstumsraten von rund 20 Prozent erwarten die Ökonomen in Nidwalden – dank des Bürgenstock Resorts.

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