«Alipay»
Zahlen mit dem Handy: Chinesischer Bezahl-Riese nimmt Schweizer Markt ins Visier

Ab Oktober soll das chinesische Bezahlsystem «Alipay» in der Schweiz integriert werden. So sollen asiatische Gäste künftig mit dem Smartphone bezahlen können, ähnlich wie bei Twint und Applepay.

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Alipay
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Die App hat bereits über 450 Millionen Nutzer.
Der Schritt in den Schweizer Markt sei für «Alipay» wichtig, um auch in Gesamteuropa Fuss fassen zu können.

Alipay

Severin Bigler

Bezahlen war noch nie einfacher: App auf das Smartphone herunterladen, Bankkonto hinterlegen und schon kann das Shoppen losgehen. Ganz vorne mit dabei: Applepay und Twint. Erhalten diese beiden nun Konkurrenz aus China?

Denn die deutsche Firma Concardis will ab Oktober das chinesische Bezahlsystem «Alipay» auch in der Schweiz einführen. So sollen asiatische Gäste mit ihren Smartphones zahlen können. «Der Handel wird zunehmend international», erklärt Marcus W. Mosen, CEO von Concardis. «Touristen aus aller Welt kommen nach Europa und erwarten hier beim Einkaufen die Standards, die sie von zu Hause gewohnt sind.» Der Schritt in den Schweizer Markt sei für «Alipay» wichtig, um auch in Gesamteuropa Fuss fassen zu können.

450 Millionen User in China

Bisher hat «Alipay» mehr als 450 Millionen aktive Nutzer und besitzt mehr als 50% des chinesischen Marktanteils bei Online-Zahlungen. Beim mobilen Bezahlen seien es sogar rund 80%. Auch in Deutschland sei die Nachfrage schon da: An mehreren hundert Akzeptanzstellen hat Condcardis «Alipay» eingebaut, unter anderem auch bei bekannten Marken wie Wempe, TOD'S und Timberland. Mit Erfolg: Sogar der achtmalige deutsche Fussballmeister Borussia Dortmund ist Kunde.

Ob das chinesische Bezahlsystem auch in der Schweiz Erfolg verzeichnen kann, wird sich noch zeigen. Immerhin: 2015 übernachteten mehr als 1,5 Millionen chinesische Gäste in der Schweiz. Tendenz steigend.