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ZENTRALSCHWEIZ: Raiffeisen baut Position im Hypothekargeschäft aus

Der Regionalverband der Raiffeisen-Genossenschaften in Luzern, Ob- und Nidwalden blickt auf ein gutes Geschäftsjahr zurück. Im Hypothekargeschäft legten die Genossenschaftsbanken um fast 4 Prozent zu.
Rainer Rickenbach
Die beiden Banken Kriens und Malters mutieren neu zur Raiffeisenbank Pilatus. (Symbolbild) (Bild: Manuela Jans-Koch)

Die beiden Banken Kriens und Malters mutieren neu zur Raiffeisenbank Pilatus. (Symbolbild) (Bild: Manuela Jans-Koch)

Sehr gut seien die Raiffeisenbanken in Luzern, Ob- und Nidwalden aufgestellt, sagte gestern Kurt Sidler an einer Medienorientierung. Der Luzerner ist Präsident des Raiffeisen-Regionalverbandes dieser drei Kantone. Dem Verband sind 18 Genossenschaften angeschlossen. Je eine umfasst Ob- und Nidwalden, die übrigen 16 sind im Kanton Luzern zu Hause. Sie stehen für 62 Geschäftsstellen und total 165 890 Mitglieder.

Mit einer Bilanzsumme von insgesamt 14,3 Milliarden Franken befinden sich die 18 Banken durchaus auf Augenhöhe mit den kleineren Kantonalbanken. Die einzelnen Genossenschaften agieren aber eigenständig, der Regionalverband versteht sich als Bindeglied zwischen ihnen und der Schweizerischen Genossenschaftsführung.

Die 18 Genossenschaften erzielten im zurückliegenden Geschäftsjahr einen Jahresgewinn von 15,4 Millionen Franken. Das ist über eine halbe Million mehr als im Vorjahr. Gut unterwegs ­waren sie in erster Linie in ihrem Kerngeschäft mit der Immobilienfinanzierung. Das Hypothekargeschäft wuchs um 3,9 Prozent auf 11,6 Milliarden Franken. Die Bank lasse Vorsicht walten bei der Kreditvergabe, sagte Sidler. «Die Neubildung von Wertberichtigungen für Ausfallrisiken waren darum im Verhältnis zu den Kundenausleihungen sehr tief», so Sidler. Obwohl der Bauboom der Vergangenheit angehört, rechnet er sich gute Chancen aus, das Wachstum in diesem Geschäftsbereich auszubauen. «Wir können weiter an Marktanteilen zulegen. Denn es gibt Kunden von andern Banken, die den Weg zu uns finden», so Sidler. Bruno Poli von der Nidwaldner Genossenschaft verweist auf die Verlagerung, die in der Bautätigkeit im Gange ist. «Im Stockwerkeigentum zeichnet sich ein hoher Renovationsbedarf ab. Kommt hinzu, dass die neuen Möglichkeiten für verdichtetes Bauen in den Zentren Impulse auslösen», erklärte er.

Zinsgeschäft bleibt wichtig

Im Zinsgeschäft stagnieren die Raiffeisenbanken in Luzern, Ob- und Nidwalden. Was in Zeiten der historischen Phase mit Tief- und Negativzinsen dem Normalmodus der Finanzbranche entspricht. Der Bruttoerfolg ging um 0,2 Prozent zurück. Mit 145 Millionen Franken bleibt das Zinsgeschäft jedoch die wichtigste Ertragsquelle. Hauptursache für die Stagnation ist die Ablösung alter Festhypotheken mit höheren Zinsen durch neue mit tieferen Zinsen. «Jedes Jahr werden 10 bis 15 Prozent der Festhypotheken erneuert. Das bleibt im heutigen Zinsumfeld natürlich nicht ohne Folgen», sagte Oliver Britschgi von der Obwaldner Genossenschaft. Einen «namhaften Betrag» mussten die Genossenschaftsbanken gemäss Poli wegen der Negativzinsen an die Nationalbank abliefern. «Wir gehen davon aus, dass die Zinsen vorderhand so tief bleiben. Die Wende kann aber schnell einsetzen. Wir wären schon zufrieden, wenn die Negativzinsen nicht mehr nötig wären», sagte Sidler.

Mehr Kundengelder

Der Zufluss von Kundengeldern hielt mit dem Zuwachs der Ausleihungen Schritt: Die Kundeneinlagen stiegen trotz mickriger Zinsen um 4,3 Prozent auf 11,5 Milliarden Franken. Zugenommen hat auch der Personalbestand. Die 18 Genossenschaftsbanken beschäftigten 2017 587 Mitarbeitende, 63 von ihnen als Lernende. Die gestiegenen Personalkosten erklären sich mit der Erneuerung der IT-Infrastruktur und der Umsetzung von zahlreichen neuen Bankvorschriften.

Rainer Rickenbach

«Wir können im Hypothekargeschäft weiter zulegen.» Kurt Sidler, Raiffeisenbank Luzern (Bild: PD)

«Wir können im Hypothekargeschäft weiter zulegen.» Kurt Sidler, Raiffeisenbank Luzern (Bild: PD)

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