Industrie
Amerikanischer Markt treibt Bossard an

Der Zuger Verbindungsteilespezialist konnte seinen Umsatz letztes Jahr im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Die höchsten Wachstumsraten konnten in Amerika erzielt werden.

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Die Sortieranlage bei Bossard in Steinhausen.

Die Sortieranlage bei Bossard in Steinhausen.

Bild: Stefan Kaiser (22. Februar 2018)

Am Donnerstag hat die Zuger Bossard-Gruppe die Umsatzzahlen zum letzten Jahr veröffentlicht. In allen Marktregionen konnte der Zuger Verbindungsteilespezialist neue Bestmarken erreichen. Der Umsatz betrug im Geschäftsjahr 1153,8 Millionen Franken (2021: 995,1 Millionen Franken). Organisch entspreche dies einem Wachstum in Lokalwährung von 15 Prozent, schreibt Bossard.

Mit einem Plus von 36,8 Prozent wuchs dabei der Markt Amerika am stärksten, zuletzt vor allem getragen von einem dynamischen Wirtschaftswachstum und diversen Projekten im Bereich der Elektromobilität, zudem trug eine Akquisition zum guten Umsatz dort bei. An zweiter Stelle folgt Asien mit 13 Prozent. Im vierten Quartal habe hier die Aufhebung der Coronamassnahmen in China und infolgedessen der Anstieg der Krankenzahlen das industrielle Umfeld zusätzlich belastet, schreibt Bossard. Die starke globale Nachfrage habe zudem nur zu einer zögerlichen Verbesserung der angespannten Situation auf dem Beschaffungsmarkt geführt.

8,7 Prozent betrug das Wachstum in Europa. Trotz anhaltender geopolitischer Spannung bleibe die Nachfrage hier auf hohem Niveau. In einem von Inflation und Fachkräftemangel geprägten Umfeld spürt Bossard hier, dass die Smart-Factory-Dienstleistungen des Unternehmens noch stärker in den Fokus von Kundinnen und Kunden rücken.

Zum Gewinn und zum Ausblick auf das Geschäftsjahr 2023 machte Bossard keine Angaben. Das Unternehmen wird den vollständigen Jahresbericht 2022 am 1. März publizieren. (cg)