Kommentar
Die Casino-Luzern-Expansion ins Wallis ist eine einmalige Chance

Das Casino Luzern bewirbt sich um eine Spielbank-Konzession im Kanton Wallis. Es agiert aus einer Position der Stärke.

Maurizio Minetti
Maurizio Minetti
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Im Fernduell zwischen dem FC Luzern und dem FC Sion haben sich kürzlich vorerst die Walliser durchgesetzt. Sie spielen nächstes Jahr sicher erstklassig, während der FCL weiter zittern muss. Ein ähnliches Duell spielt sich derzeit im Kanton Wallis um den Standort eines Casinos ab: Sowohl die Luzerner Kursaal-Casino AG als auch der Sion-Patron Christian Constantin buhlen um eine Konzession für eine Spielbank. Wie im Fussball wird auch hier mit harten Bandagen gekämpft. Constantin wehrt sich gegen die Luzerner Pläne mit einer Einsprache. Ihm geht es offiziell um die bedrohten Parkplätze neben dem Stade de Tourbillon. Gleichzeitig hegt aber auch Constantin eigene Casino-Pläne in seinem Heimatkanton.

Das Gerangel um den Standort dürfte intensiver werden, bis der Bundesrat im Herbst 2023 die Lizenzen vergeben wird. Das Wallis gilt als «weisser Fleck» in der Schweizer Casino-Landschaft und ist entsprechend begehrt. Das Grand Casino Luzern agiert dabei aus einer Position der Stärke. Keine andere Schweizer Spielbank überwies letztes Jahr mehr Geld an die AHV. Kein anderes Schweizer Online-Casino generiert mehr Einnahmen. Dass die Luzerner Casino-Betreiber vor diesem Hintergrund erstmals den Sprung aus der Zentralschweiz hinaus wagen, ist fast schon Pflicht. Vor allem auch angesichts der Tatsache, dass die Konzessionen zwei Jahrzehnte lang gültig sein werden. Es ist eine einmalige Chance für Luzern.

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