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Die PKG Pensionskasse geht mit gutem Beispiel voran

Rohstoffanlagen werfen aktuell eine gute Rendite ab. Die PKG Pensionskasse kippt diese Anlagekategorie trotzdem aus dem Portfolio.

Maurizio Minetti
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Den Schritt könnte man getrost als unbedeutend abtun: Die Luzerner PKG Pensionskasse verzichtet seit Anfang dieses Jahres explizit darauf, das Vermögen der Versicherten in Rohstoffe anzulegen. Vernachlässigbar scheint dies deshalb, weil Rohstoffe im Portfolio der PKG letztes Jahr lediglich 1,8 Prozent der gesamten Vermögensanlagen ausmachten.

Doch so unbedeutend ist dieser Schritt nicht. Denn im Zuge der Corona-Nachwehen und des Ukraine-Kriegs boomen Rohstoffe. Gerade wenn Inflation herrscht, sind Rohstoffe ein sicherer Wert. Doch die PKG lässt sich von der jüngsten Entwicklung nicht beirren. Gestützt auf diverse neue Massnahmen in Bezug auf die Nachhaltigkeit hat die KMU-Vorsorgeeinrichtung entschieden, dass Rohstoffanlagen langfristig nicht nachhaltig genug sind. Die spekulative Komponente spielte bei dem Entscheid auch eine grosse Rolle. So hat nun die PKG zum Beispiel mit Spekulation auf Nahrungsmittel nichts mehr zu tun, die oft auf Kosten der Ärmsten geht.

Gewiss: Die PKG hat über den Nachhaltigkeitsaspekt hinaus Berechnungen angestellt und ist zum Schluss gekommen, dass diese volatile Anlageklasse langfristig nicht gut genug rentiert. Daran ist nichts verkehrt. Nachhaltigkeit bedeutet nicht, Geld zu verpulvern, sondern Geld dort zu investieren, wo es das Wohlergehen der Gesellschaft am besten unterstützen kann. Oft lässt sich damit auch noch eine gute Rendite erzielen.

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