Zinsgeschäft ist rückläufig

Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) hat im ersten Halbjahr 2018 den Ertrag gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Das Zinsengeschäft war zwar rückläufig, das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sowie vor allem das Handelsgeschäft legten aber zu.

Maurizio Minetti 
Drucken
Teilen

In den letzten Jahren hat die LUKB betont, dass der Druck auf das Zinsgeschäft wegen des Tiefzinsumfelds und des Wettbewerbs hoch ist. Allerdings hat die Bank im Kerngeschäft zuletzt immer zugelegt: Im ersten Halbjahr 2017 wuchs das Zinsgeschäft um fast 10 Prozent, im ganzen Jahr 2017 waren es immerhin noch 4,8 Prozent. Doch im ersten Halbjahr 2018 zeigen sich nun erstmals seit Jahren Bremsspuren: Der Nettoerfolg aus dem Zinsgeschäft sank im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 um 2,1 Prozent auf 166,2 Millionen Franken, wie die Bank am Dienstag bekanntgab.

Insgesamt hat die Bank im ersten Halbjahr 2018 aber den Ertrag gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Der Geschäftsertrag erhöhte sich im ersten Semester um 3,2 Prozent auf 243,7 Millionen Franken. Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (+9,7%) sowie vor allem das Handelsgeschäft (+28,4%) legten zu. Die Kundenausleihungen erhöhten sich um 5 Prozent auf 29,6 Milliarden. Davon entfielen 25,5 Milliarden auf Hypotheken (+3,9%). Unter dem Strich resultierte ein im Jahresvergleich um 3,8 Prozent gestiegener Konzerngewinn von 99,8 Millionen Franken. Für den Rest des Jahres geht die Bank weiterhin von einem Zinsergebnis von 327 bis 337 Millionen Franken aus, was ungefähr der Grössenordnung des Vorjahres entspricht. Auch der Konzerngewinn soll das Vorjahresniveau (198 Millionen) erreichen. (mim)