Zucker
Zucker türmt sich 20 Meter hoch

Die Zuckermühle Rupperswil hat für 7,5 Millionen Franken ein vollautomatisches Hochregallager gebaut.

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Zuckermühle

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Aargauer Zeitung

Rupperswil ist um ein markantes Gebäude reicher. 20 Meter hoch thront das neue Hochregallager der Zuckermühle Rupperswil. An der gestrigen Eröffnung sprach Verwaltungsratspräsident Peter Forster von einem Freudentag für das Unternehmen. «Mit dem neuen Hochregallager können wir die Logistik verbessern und gewinnen Kapazität.» Grund für den Neubau auf der grünen Wiese war, dass der bisherige Platz nicht ausreichte. Dazu kamen neue Lebensmittelvorschriften, die verlangten, dass Produkte zurück verfolgt werden können.

Gebaut von Aargauer Weltkonzern
Das Hochregallager wurde von der Firma Swisslog als Generalunternehmer erstellt. Swisslog, mit Sitz in Buchs, ist weltweit spezialisiert auf den Bau von Lager und Verteilzentren. Daniel Hauser, Geschäftsleiter von Swisslog, lobte die Zusammenarbeit mit der Zuckermühle: «Es war für uns eine grosse Ehre, in unserer Region ein Projekt zu verwirklichen. Wir hoffen, dass sich daraus eine langfristige Partnerschaft ergibt.» Forster gab das Lob umgehend zurück und sagte: «Wir sind das Risiko eingegangen und haben nur von Swisslog eine Offerte eingeholt. Jetzt, 353 Tage nach dem Spatenstich, können wir mit dem Resultat zufrieden sein.»

Computer statt Lageristen

Im Innern des Hochregallagers ist es, bis auf einige Neonröhren, dunkel. Im Lager arbeiteten nämlich keine Menschen, sondern nur die Kräne und Förderbänder, welche die Paletten mit Zucker transportieren. Die Menschen steuern den Betrieb über eine eigens entwickelte Computer-Software. Trotzdem kommt es aber zu keinem Personalabbau. Seit dem 19. April ist das Hochregallager in Betrieb. Max Schärer, stellvertretender Direktor der Zuckermühle, zieht eine positive Bilanz des ersten Monats: «Es war eine grosse Umstellung für die Mitarbeiter in der Logistik. Aber abgesehen von einigen Kinderkrankheiten läuft es sehr gut.» In der Produktionshalle neben dem Hochregallager wird der Zucker verarbeitet und verpackt. Von dort wird er durch einen unterirdischen Tunnel direkt ins neue Lager transportiert. Dort wird die Ware von zwei Kränen hoch oben in der Dunkelheit verräumt.

Fit für die Zukunft
Das Hochregallager des Familienunternehmens hat 4400 Stellplätze. Damit verfügt es über mehr als genug Platz für die Mengen von Zucker. Grossverteiler und andere Abnehmer halten ihre Lagerkapazitäten bewusst niedrig. Deshalb muss die Zuckermühle stets einen genügend grossen Lagerbestand aufweisen. Damit wappnet sich die Firma für die Kundenbedürfnisse der Zukunft. Oder wie es der Rupperswiler Gemeindeammann Ruedi Hediger ausdrückt: «Die Zuckermühle steht für Identifikation, Tradition und Innovation.»