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ZÜRICH: Ein-Tages-Sportler sollen Wintersport-Tourismus ankurbeln

In der kommenden Wintersaison sollen auch Ein-Tages-Sportler den Tourismus ankurbeln. 19 Schweizer Skidestinationen bieten ihren Gästen deshalb eintägige Skierlebnisse mit vielen Extras zum Pauschalpreis - Glücksgefühle inklusive.
Jürg Schmid, Direktor von Schweiz Tourismus: sollen «schnelle Glücksgefühle» erleben und sich nicht über Jahre via Skischule auf die Pisten hocharbeiten, (Bild: Manuel Lopez / Keystone)

Jürg Schmid, Direktor von Schweiz Tourismus: sollen «schnelle Glücksgefühle» erleben und sich nicht über Jahre via Skischule auf die Pisten hocharbeiten, (Bild: Manuel Lopez / Keystone)

Tourismusexperten beobachten seit Jahren, dass immer weniger Leute Wintersport treiben. Und wer sich im Schnee tummelt, tut dies weniger lang und entscheidet immer kurzfristiger und abhängig vom Wetter, ob es übers Wochenende in die Berge geht.

Trotz allem glauben die Fachleute, dass der Schneesport Zukunft hat, wie Jürg Schmid, Direktor von Schweiz Tourismus, am Dienstag in Zürich vor den Medien sagte. Denn allein in der Schweiz, Österreich und Deutschland bezeichneten sich fast 20 Millionen Menschen als Skifahrer und knapp 12 Millionen seien am Skifahren interessiert, sagte Schmid. Dieses Potenzial gelte es anzuzapfen.

Dies soll unter anderem mit der «One Day Ski Experience» gelingen. Diese beinhaltet beispielsweise eine komplette Ausrüstung, Halbtageskarte und eine Lektion Skiunterricht mit mehrsprachigen Instruktorinnen und Instruktoren ab 150 Franken.

Das Angebot ist insbesondere auf asiatische Wintergäste sowie die zahlreichen internationalen Expats, die die Schweiz besuchen, zugeschnitten. Aber auch einheimische Neu- oder Wiedereinsteiger sind willkommen.

Sie sollen «schnelle Glücksgefühle» erleben und sich nicht über Jahre via Skischule auf die Pisten hocharbeiten, wie Schmid weiter sagte.

Schweiz als «Home of Snowsports» vermarkten

Die diesjährige Winterkampagne von Schweiz Tourismus vermarktet die Schweiz weltweit als «Home of Snowsports». Sie richtet sich an Thrillers (geübte, rasante Fahrer) und Chillers, denen Panorama oder Einkaufsmöglichkeiten im Skiort ebenso wichtig sind wie Schneesport.

Zielmärkte sind neben der Schweiz Deutschland, Nordamerika, die Benelux-Staaten, Frankreich, Italien, das Vereinigte Königreich, Russland und China. In China gebe es ein «spannendes Potenzial», sagte Schmid. Denn die Olympischen Winterspiele 2018 in Südkorea und 2022 in China lösten dort «einen Schneesport-Wahrnehmungsboom aus».

Auf eine ähnliche Wirkung hoffen auch die Organisatoren der Ski-WM in St. Moritz (6. bis 19. Februar 2017). Alles sei auf Kurs, sagte Direktor Franco Giovanoli. Der Zustand der Engadiner Vogelbeerbäume verspreche genügend Schnee.

sda

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