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ZÜRICH / LUZERN: Strukturwandel beeinflusst Geschäftsergebnis der NZZ-Mediengruppe

Die NZZ-Mediengruppe weist für das Geschäftsjahr 2013 ein erwartungsgemäss rückläufiges Ergebnis aus. Dafür waren vor allem die sinkenden Erträge im Print-Werbemarkt sowie der sich generell verschärfende Strukturwandel von Print zu Digital verantwortlich.
«Wir stellen uns dem Wandel der Medienwelt mit seinen rückläufigen Werbe- und Abonnementserlösen, indem wir in die Offensive gehen und in unser Kerngeschäft, die Publizistik, investieren», sagte der CEO der NZZ-Mediengruppe, Veit Dengler. (Bild: Keystone)

«Wir stellen uns dem Wandel der Medienwelt mit seinen rückläufigen Werbe- und Abonnementserlösen, indem wir in die Offensive gehen und in unser Kerngeschäft, die Publizistik, investieren», sagte der CEO der NZZ-Mediengruppe, Veit Dengler. (Bild: Keystone)

Im 2013 wurde ein betrieblicher Gesamtertrag von 482,4 Millionen Franken erwirtschaftet. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Abnahme von 36,5 Millionen Franken oder 7 Prozent, wovon jedoch 17,1 Millionen Franken auf den Wegfall der verkauften Tochtergesellschaften Calendaria AG und Prisma Medienservice AG zurückzuführen sind. 18,0 Millionen Franken tiefer fielen die Umsätze aus dem Print-Werbemarkt aus.

Dagegen entwickelte sich der digitale Werbe- und Lesermarkt im Vorjahresvergleich mit einer Umsatzzunahme von 8 Prozent erfreulich, kann aber die Ertragseinbussen aus dem Printbereich nach wie vor nur teilweise kompensieren. Auch die Druckerträge wurden von der fortschreitenden Digitalisierung und damit verbundenen Marktüberkapazitäten beeinflusst, dank hinzugewonnenen Aufträgen sank der Umsatz mit 3 Prozent jedoch nur geringfügig.

Der betriebliche Gesamtaufwand reduzierte sich im Vorjahresvergleich um 29,2 Millionen Franken beziehungsweise 6 Prozent auf 451,9 Millioenn Franken. Auf die nicht weitergeführten Bereiche entfielen 15,6 Millionen Franken. Trotz Anpassungen der Kostenstrukturen resultierte das Betriebsergebnis mit 30,6 Millionen Franken um 7,4 Millionen Franken hinter dem Vorjahreswert. Dies schlug sich auch im Gruppengewinn nieder, der mit 24,9 Millionen Franken 6,0 Millionen Franken tiefer ausfiel als im 2012, wovon 1,4 Millionen Franken auf die nicht weitergeführten Bereiche zurückzuführen sind. Die Umsatzrendite reduzierte sich von 6,0 Prozent auf 5,2 Prozent.

Das Eigenkapital konnte im Geschäftsjahr 2013 weiter gestärkt werden und erhöhte sich von 418,4 Millionen Franken im 2012 leicht auf 422,1 Millionen Franken. Die Eigenkapitalquote stieg um 3,8 Prozentpunkte auf 74,2 Prozent.

Im Geschäftsjahr 2013 führte die NZZ-Mediengruppe die Segmentberichterstattung ein. Diese gliedert sich nach Märkten und umfasst die folgenden vier Segmente:

  • Medien NZZ: Die Entwicklung der Medien NZZ wurde im Berichtsjahr stark durch die rückläufigen Print-Werbeeinnahmen geprägt. Der Betriebsertrag sank 2013 um 4 Prozent auf 181,8 Millionen Franken. Der Print-Werbemarkt verlor 6,8 Millionen Franken und der Print-Lesermarkt 2,5 Millionen Franken gegenüber Vorjahr. Der digitale Werbe- und Lesermarkt legte dagegen um 1,5 Millionen Franken zu. Das Betriebsergebnis (EBIT) konnte dank Effizienzsteigerungsmassnahmen und dem Drittkundengeschäft im Zeitungsdruck mit 11,0 Millionen Franken leicht über Vorjahr gehalten werden.
  • Regionalmedien: Das Geschäftssegment Regionalmedien wurde noch ausgeprägter durch den rückläufigen Print-Werbemarkt belastet, der gegenüber Vorjahr 11,2 Millionen Franken verlor. Dies betraf vor allem den Einbruch bei den Stelleninseraten. Dagegen führten die Einnahmen aus dem digitalen Werbe- und Lesermarkt (+1,1 Millionen Franken), aber auch die Lancierung der «Ostschweiz am Sonntag» zu einem Plus gegenüber Vorjahr. Der Betriebsertrag sank im 2013 um 5 Prozent auf 200,0 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis (EBIT) sank um 39 Prozent auf 10,5 Millionen Franken.
  • Digital: Auch die digitalen Medien – Radio- und Fernsehgeschäft, Rubriken und übrige Marktplätze – waren im Berichtsjahr vom harten Preis- und Angebotswettkampf betroffen. Bei den Rubriken und übrigen Marktplätzen wurden leichte Umsatzzunahmen realisiert, die regionalen Radio- und Fernsehwerbeeinnahmen blieben auf Vorjahresniveau. Der Betriebsertrag stieg im 2013 um 2 Prozent auf 46,7 Millionen Franken an. Das Betriebsergebnis (EBIT) sank im Berichtsjahr vor allem wegen der noch nicht erreichten Ziele beim Ostschweizer Fernsehen um 8 Prozent auf 3,3 Millionen Franken.
  • Sonstige Geschäftsfelder: Die Eventtätigkeiten des Unternehmens entwickelten sich mit einer Umsatzzunahme von 11,6 Prozent sehr erfreulich, der Akzidenzbereich war in einem sehr wettbewerbsintensiven Umfeld aber rückläufig. Insgesamt hat der Umsatz vor allem durch den Verkauf der Bereiche Zustellung und Kalender deutlich abgenommen. Der Betriebsertrag sank 2013 um 21 Prozent auf 72,9 Millionen Franken. Vom gesamten Umsatzrückgang von 19,1 Millionen Franken sind 17,1 Millionen Franken auf die nicht weitergeführten Bereiche Zustellung und Kalender zurückzuführen. Um diese bereinigt, konnte das Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Millionen Franken auf 5,7 Millionen Franken gesteigert werden.

Im Herbst vergangenen Jahres entwickelte die Unternehmensleitung eine neue Strategie für die NZZ-Mediengruppe, die der Verwaltungsrat im Januar 2014 verabschiedete. Der zufolge wird das Unternehmen in den kommenden Jahren antizyklisch rund 10 Mio. CHF in die Publizistik investieren. Ziel der Massnahmen ist es, über die Ausweitung der Produktepalette auf einer hochmodernen technologischen Plattform neue Kunden zu gewinnen und weitere Ertragsquellen zu erschliessen. Auch Akquisitionen in publizistiknahe Dienstleistungen sowie sprachregionale Expansionen sind Teil der Strategie.

«Wir stellen uns dem Wandel der Medienwelt mit seinen rückläufigen Werbe- und Abonnementserlösen, indem wir in die Offensive gehen und in unser Kerngeschäft, die Publizistik, investieren», sagte der CEO der NZZ-Mediengruppe, Veit Dengler. Als ersten Schritt für eine verstärkte Präsenz im deutschsprachigen Markt wird die NZZ in Österreich ein Projekt für ein hochwertiges journalistisches Produkt lancieren.

Bevor diese strategischen Massnahmen zu greifen beginnen, rechnet die NZZ-Mediengruppe für 2014 mit einem sich weiter verschlechternden Umfeld. Sowohl die Einnahmen aus Werbung als auch die Zahl der Abonnenten im Printbereich werden voraussichtlich weiter zurückgehen. Entsprechend geht das Unternehmen für das laufende Jahr von rückläufigen Erträgen und einem deutlich schlechteren Betriebsergebnis aus, da sich auch die strategischen Investitionen zunächst negativ zu Buche schlagen werden.

LZ Medien Holding AG spürt raues Wirtschaftsumfeld

Die LZ-Gruppe erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz von 140,6 Mio. CHF. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Abnahme von 17,3 Mio. CHF oder 11%, wovon allerdings 12,4 Mio. CHF auf den Verkauf der Calendaria AG per 1.1.2013 zurückzuführen sind. Die Erträge aus Werbemarkt und Druck entwickelten sich im Einfluss des sich verschärfenden Strukturwandels von Print zu Digital weiter rückläufig. Der unter diesen schwierigen Marktbedingungen erzielte operative Gewinn (EBIT) beträgt respektable 10,6 Mio. CHF und liegt 1,9 Mio. CHF (bzw. 0,8 Mio. CHF bereinigt um den nicht weiter geführten Kalenderbereich) hinter dem Vorjahreswert. Im Berichtsjahr resultiert ein Konzerngewinn von 9,3 Mio. CHF. Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine Gewinnabnahme 2,1 Mio. CHF oder 18,5% (bzw. 1,1 Mio. CHF bereinigt um den nicht weiter geführten Kalenderbereich).

Der Ertrag Werbemarkt beträgt 54,2 Mio. CHF und liegt damit 4,9 Mio. CHF oder 8,3% hinter dem Vorjahr. Der gesamte Schweizermarkt für die Tages- und Sonntagspresse hat bei den Inseraten 11,8% Volumen eingebüsst. Erfreulich ist die leichte Zunahme von 0,3 Mio. CHF oder 0,7% auf gesamthaft 40,0 Mio. CHF beim Ertrag Lesermarkt. Der Druckumsatz beläuft sich bei sehr intensivem Wettbewerb auf 33,7 Mio. CHF und liegt 1,1 Mio. CHF oder 3,3% hinter Vorjahr. Die übrigen Erträge sind geprägt vom Verkauf der Calendaria AG auf 1.1.2013. Die Abnahme von 11,5 Mio. CHF oder 47,7% ist vollumfänglich auf die aus strategischen Gründen erfolgte Devestition zurückzuführen.

Der Betriebsaufwand hat deutlich um 15,3 Mio. CHF abgenommen. Es wurden gruppenweite Sparmassnahmen und Restrukturierungen umgesetzt. Im Berichtsjahr resultiert ein Aufwand von 130,0 Mio. CHF, was einer Abnahme von 10,6% entspricht. Der EBIT beträgt 10,6 Mio. CHF. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Minus von 1,9 Mio. CHF oder 15,5%. Die operative Ergebnis-Marge (EBIT) hat sich von 7,9% auf 7,5% reduziert.

Das Finanzergebnis liegt dank dem Verkauf der Beteiligung Calendaria AG 0,7 Mio. CHF im Plus und damit 0,2 Mio. CHF über Vorjahr. Das ausserordentliche Ergebnis ist geprägt von Restrukturierungsrückstellungen und liegt derart 0,7 Mio. CHF im Minus und zugleich mit 0,7 Mio. CHF hinter Vorjahr.

Der Konzerngewinn beträgt im Berichtsjahr 9,3 Mio. CHF, was im Vorjahresvergleich einer Gewinnabnahme von 2,1 Mio. CHF oder 18,5% entspricht. Die Bilanzsumme beläuft sich per Ende 2013 auf 135,2 Mio. CHF, wovon der Anteil an Eigenkapital 101,0 Mio. CHF oder solide 74,7% beträgt. Es sind 74'700 Aktien ausgegeben. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung eine Dividende von 80 CHF pro Aktie (Vorjahr: 90 CHF).

Per Ende 2013 beschäftigte die LZ-Gruppe 462 Mitarbeitende (Vorjahr 524), die sich 397 Stellen (Vorjahr 454) teilten.

red

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