Zug Estates verbucht weniger Gewinn im ersten Halbjahr 2020

Das Immobilienunternehmen Zug Estates kann sich den Folgen der Coronapandemie nicht ganz entziehen. Vor allem der Bereich Hotel und Gastronomie ist betroffen. Doch insgesamt bleiben die Mietausfälle limitiert, wie das tätige Unternehmen am Freitag mitteilte.

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(sda/awp) Der Liegenschaftenertrag erhöhte sich im ersten Semester um 5,4 Prozent auf 28,2 Millionen Franken. Dabei halfen neu abgeschlossene Mieterträge. Im Bereich Hotel und Gastronomie, der von der Covid-19-Pandemie besonders getroffen wurde, sei es dagegen zu erheblichen Umsatzeinbussen gekommen, teilte Zug Estates mit.

Mit über 90 Prozent der direkt vom Lockdown betroffenen Mieter sei eine partnerschaftliche und abschliessende Lösung für einen einmaligen Mietzinserlass gefunden worden, hiess es in der Mitteilung. Insgesamt seien Mietzinserlasse von 0,7 Millionen gewährt worden.

Wert des Portfolios gesunken

Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Neubewertung sank wegen den rückläufigen Zahlen des Segments Hotel und Gastronomie um rund 23 Prozent auf 11,9 Millionen Franken. Der Konzerngewinn brach um 68 Prozent auf 8,3 Millionen Franken ein. Der Marktwert des gesamten Portfolios sank um 13,6 Millionen Franken auf noch 1,63 Milliarden Franken. Die Leerstandsquote stieg seit Ende 2019 von 3,3 Prozent auf 5,3 Prozent.

Im gesamten Jahr 2020 erwartet Zug Estates weiterhin steigende Mieterträge, dies weil die wegen Corona gewähren Mietzinsreduktionen zeitlich nur einen beschränkten Effekt hätten. Infolge von erhöhten Sanierungs- und Unterhaltsarbeiten beziehungsweise geringeren aktivierungsfähigen Finanzierungskosten würden Liegenschaftenaufwand und Finanzaufwand höher ausfallen, schrieb die Gesellschaft.

Im Segment Hotel und Gastronomie geht das Unternehmen aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus davon aus, dass der Umsatz unter Vorjahresniveau liegen wird. Daher würden sowohl ein Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Neubewertungen als auch ein Konzernergebnis ohne Neubewertung und Sondereffekte deutlich unter Vorjahr erwartet, hiess es im Halbjahresbericht.

Das börsenkotierte Unternehmen Zug Estates konzentriert seine Tätigkeiten auf den Raum Zug. Der grösste Teil des Immobilienportfolios befindet sich in den Arealen Metalli in Zug und Suurstoffi in Rotkreuz.

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