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ZUG: Ex-Tezos-Mann geht zu Cardano

Sielva Management mit Sitz in Zug bekommt mit dem Ökonomen Pascal Schmid einen neuen Geschäftsführer. Der Nachfolger von Guido Schmitz-Krummenacher war zuvor als CEO eines Start-ups tätig.
Wechselt zu Cardano: Guido Schmitz-Krummacher. (Bild: PD)

Wechselt zu Cardano: Guido Schmitz-Krummacher. (Bild: PD)

Schmid folgt auf Guido Schmitz-Krummacher, der die Firma nach sechs Jahren per Ende März verlässt und damit auch die meisten Stiftungsratspositionen im Blockchain-Umfeld abgeben wird. Dies ist einem Schreiben von Sielva an die Kunden zu entnehmen.

Sielva beschäftigt an ihrem Sitz an der Gubelstrasse 11 in Zug zwar nur vier Personen. Doch das Unternehmen kümmert sich von dort aus um Domizilierungen Dutzender internationaler Firmen und Stiftungen. Dazu gehört die Cardano-Stiftung, die hinter der Kryptowährung ADA steht. Schmitz-Krummacher gibt nun zwar den Chefposten bei Sielva ab, doch er bleibt der Blockchain-Szene erhalten. Wie Recherchen zeigen, wird er bei Cardano eine leitende Funktion übernehmen.

Cardano gilt neben anderen neueren Kryptowährungen wie NEO, EOS oder IOTA als mögliches «nächstes grosses Ding» in der Krypto-Welt. Mit einem Marktwert von über 10 Milliarden US-Dollar ist Cardano heute die sechstgrösste Kryptowährung hinter Bitcoin, Ethereum, Ripple, Bitcoin Cash und Litecoin.

Hinter Cardano steht der Amerikaner Charles Hoskinson, der zu den Mitgründern der Kryptowährung Ethereum gehört, die ebenfalls über eine Zuger Stiftung organisiert ist. Das dritte weltbekannte Kryptoprojekt mit Zuger Hintergrund ist Tezos, das bis vor kurzem personell ebenfalls über Sielva organisiert war: Schmitz-Krummacher sass bis Dezember 2017 im Stiftungsrat von Tezos. Der Deutsche ist aber bei Tezos zurückgetreten, weil er dem Vernehmen nach genug hatte von den Streitereien zwischen dem Stiftungsratspräsidenten Johann Gevers und dem Gründer-Ehepaar Arthur und Kathleen Breitman. (mim)

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