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ZUG: Metall Zug glänzt mit guten Zahlen

Die Industriegruppe hat im Geschäftsjahr 2016 in allen Sparten Umsatz und Betriebsergebnis verbessert. Beim Haushaltgerätehersteller V-Zug will man die Produktion ausbauen – auch in der Stadt Zug.
Ernst Meier
Jürg Werner, CEO, und Daniel Keist, Finanzchef (v. l.) von Metall Zug gestern im Zugorama. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 23. März 2017))

Jürg Werner, CEO, und Daniel Keist, Finanzchef (v. l.) von Metall Zug gestern im Zugorama. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 23. März 2017))

Ernst Meier

ernst.meier@luzernerzeitung.ch

Während 2015 das Aus des Euro-Mindestkurses rigorose Massnahmen wie längere Arbeitszeiten zur Folge hatte und der Reingewinn tiefer ausfiel, präsentiert Metall Zug für 2016 glänzende Zahlen. Konzernchef Jürg Werner sprach zwar davon, dass der starke Schweizer Franken auch im letzten Jahr für die hiesigen Standorte eine Herausforderung war, «wir konnten uns trotzdem in allen Sparten klar verbessern», sagte er. Der Gesamtumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent auf 960,6 Millionen Franken. Organisch – ohne Zukäufe und Währungseffekte – hat Metall Zug um 2,9 Prozent zugelegt. Der Betriebsgewinn (Ebit) stieg um 13,6 Millionen (16,9 Prozent) auf 94,1 Millionen Franken – darin enthalten ist der Gewinn durch den Verkauf des ­Fabrikareals in Ballwil von 5,1 Millionen Franken. Dank eines starken Finanzergebnisses resultierte ein Reingewinn von 84,9 Millionen Franken (+49,1 Prozent). Die Aktionäre erhalten eine Dividende von 7 Franken (A-Aktie) und 70 Franken (B-Aktie).

Die drei Geschäftssparten der Metall-Zug-Gruppe – Haushalt­apparate (V-Zug, Gehrig, Sibir), Desinfektionslösungen für Spitäler und die Pharmaindustrie (Belimed) sowie Kabelverarbeitungsmaschinen (Schleuniger) – schnitten wie folgt ab:

  • Haushaltapparate: Die Verkäufe stiegen um 3 Prozent auf 599,2 Millionen Franken, der Betriebsgewinn um 11 Prozent auf 76,8 Millionen Franken. Treiber blieb dabei die Marke V-Zug, die ihre Geräte grösstenteils in der Stadt Zug produziert.«Wir konnten in einem leicht rückläufigen Heimmarkt unsere gute Position verstärken», sagte Jürg Werner. Auch mit der Internationalisierung des Verkaufs gings vorwärts. In Hongkong hat V-Zug ein Beratungszentrum (Zugorama) eröffnet. Rund 46,7 Millionen Frankendes Umsatzes (8 Prozent) kamen im letzten Jahr aus dem Ausland. 2015 waren es 36 Millionen Franken (6,3 Prozent). Laut Jürg Werner will man in naher Zukunft die 100-Millionen-Marke überschreiten. Dafür investiert man in neue Produktionsräume in Zug. Ausbauen will Werner auch die Produktion von Kühlgeräten. Geprüft werde deshalb der Bau einer neuen Fabrik. «Dafür suchen wir einen Standort in der Schweiz», so Werner. Er zeigte sich auch zufrieden mit der Entwicklung der Marken Sibir und Gehrig. Sohabe Letztere etwa einen Grossauftrag der SBB für Spülmaschinen in den Speisewagen erhalten.
  • Belimed: Die Sparte bleibt das Sorgenkind. Belimed steigerte zwar den Umsatz um 3,9 Prozent auf 206,1 Millionen Franken, arbeitet mit einem Verlust von 6,3 Millionen Franken jedoch anhaltend defizitär. Im Vorjahr lag das Minus bei 12,9 Millionen Franken. Zur Verlustminimierung trug der erwähnte Verkauf des Areals in Ballwil bei. Mit den Restrukturierungen an den Standorten in der Schweiz, in Deutschland und Slowenien sieht man sich bei Metall Zug gut aufgestellt, um weitere Ertragsverbesserungen von Belimed zu erreichen.
  • Schleuniger: Die Verkäufe stiegen um 5,4 Prozent auf 158,2 Millionen Franken, der Betriebsgewinn um 7,5 Prozent auf 22,8 Millionen Franken. Die verhaltene Nachfrage in China habe das Umsatzwachstum eingeschränkt, hiess es. Trotzdem habe man in neue Anlagen am Produktionsort Thun investiert und die Montagefläche in Cham vergrössern können.

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