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ZUG: Partners Group lanciert neues Bonussystem für Manager

Partners Group blickt auf ein überaus gutes 2017 zurück. Um den Erfolg auch für die kommenden Jahre zu garantieren, will der Investmentanbieter seine Manager künftig noch mehr auf Linie mit den Aktionären bringen.
Die Partners Group Holding AG in Baar. (Bild: Keystone)

Die Partners Group Holding AG in Baar. (Bild: Keystone)

Hinter dem Namen Partners Group, einer auf nicht öffentlich handelbare Finanzanlagen spezialisierten Investment- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mit Sitz in der Stadt Zug, verbirgt sich eine Erfolgsgeschichte mit Seltenheitswert. Seit dem Börsengang vor nunmehr 13 Jahren hat sich der Wert der Aktien vervielfacht – mit deutlich steigender Dynamik in den vergangenen drei Jahren.

Damit das auch so bleibt, hat die Gesellschaft nun ein neues Bonussystem lanciert. Unter diesem können die Manager ihre durchaus respektablen, im Branchenvergleich aber eher unterdurchschnittlichen Gehälter um ein Vielfaches erhöhen. Dafür gibt es aber zwei Voraussetzungen: Die Partners-Group-Aktien müssen in fünf Jahren mehr Wert als heute haben, und ihre Kursentwicklung muss besser sein als ein Vergleichsindex.

«Die Ergebnisse waren fast ein wenig zu gut»

Im Rückblick wirken diese Hürden geradezu lächerlich niedrig: Seit Anfang 2013 haben sich die Titel im Wert verzweieinhalbfacht, und der Vergleichsindex ist gerade mal um 35 Prozent gestiegen. Der Aufstieg von Partners Group ist denn auch im vergangenen Jahr weitergegangen. Aus den gesamten Kundenvermögen von 61 Milliarden Euro löste das Unternehmen feste und erfolgsabhängige Gebühren von 1,25 Milliarden Franken – 28 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Gewinn stieg sogar mehr als ein Drittel auf 752 Millionen Franken. «Die Ergebnisse waren fast ein wenig zu gut», sagte der an der kommenden Generalversammlung ins Glied des Verwaltungsrates zurücktretende Präsident Peter Wuffli gestern an einer Medienkonferenz. Das Gebührenwachstum sei dem Ausbau des Personalbestandes enteilt, was zu einer vorübergehenden Ausweitung der ohnehin schon hohen Margen geführt habe. Die Erwartungen der Investoren bleiben nichtsdestotrotz hoch. Die Firma profitiert von einer unverändert starken Nachfrage nach Privatanlagen – insbesondere von Seiten der Pensionskassen, die im herrschenden Nullzinsumfeld händeringend nach einträglichen Anlagemöglichkeiten suchen.

Doch dieses Umfeld kann sich erfahrungsgemäss schnell verändern. Der von deutlich steigenden Renditen im Kapitalmarkt begleitete kurzzeitige Börseneinbruch im Februar war ein Vorgeschmack auf das, was noch kommen könnte.

Börsenwert von fast 20 Milliarden Franken

Nicht von ungefähr warnte Wuffli im Mai des vergangenen Jahres auf der Generalversammlung: «Trotz unserer unveränderten Zuversicht für das aktuelle ­Geschäftsjahr und der erneuten Bestätigung unserer erwarteten Bruttonachfrage seitens der Kunden haben die sehr hohen Price-Earnings-Verhältnisse der öffentlichen Märkte und auch die ­unserer Aktie teilweise sehr ambitionierte Niveaus erreicht.»

Seit jenen Tagen haben sich die Partners-Group-Aktien nochmals um 20 Prozent verteuert, und die Gesellschaft steht mit einem Börsenwert von fast 20 Milliarden Franken in der Pole- Position für einen Sprung in den Swiss Market Index (SMI) der 20 wertvollsten Unternehmen an der Schweizer Börse. Das neue Bonusmodell sieht prospektiv also nicht ganz so grosszügig aus wie in der Retrospektive.

Daniel Zulauf

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