ZUG: Personalbedarf in Finanzbranche steigt weniger stark

Der Anstieg der Personalnachfrage in der Schweizer Finanzbranche hat sich im dritten Quartal abgeschwächt. Die Zahl der offenen Stellen bei Banken, Versicherungen und übrigen Finanzfirmen nahm zwischen Ende Juni und Ende September noch um 4,3 Prozent zu.

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Im ersten Semester hatte die Zunahme noch 14,3 Prozent betragen. Ende September waren gemäss dem Finews-JobDirectory-Index Ende September 4291 Jobs in der Finanzbranche ausgeschrieben, wie das Finanzportal finews.ch und das Jobportal JobDirectory.ch am Montag mitteilten. Das sind 19,2 Prozent mehr als Anfang Jahr.

Im dritten Quartal geht die Zunahme der offenen Stellen bei den Banken laut der Mitteilung fast ausschliesslich auf die Credit Suisse (CS) und die Migros Bank zurück, während die meisten anderen Finanzinstitute ihr Jobangebot zurückgefahren haben oder auf gleichem Niveau halten.

Die CS suche vorwiegend in der Vermögensverwaltung qualifizierte Leute wie Kundenberater oder Projektleiter. Die UBS reduzierte dagegen ihre Stellenausschreibungen gegenüber Anfang Jahr um 11 Prozent. Aufgrund der vollzogenen Anpassungen besitze die UBS nun die optimalen Personalressourcen, kommentierten dies die Indexersteller.

Neben UBS und CS suchen die Regional- und Retailbanken mit 192 und die Kantonalbanken mit 188 offenen Stellen am meisten Personal. Mitte Jahr waren es allerdings noch 216 beziehungsweise 191 ausgeschriebene Jobs.

Auch die Privat- und Auslandbanken suchten Ende September gegenüber Juni weniger neue Mitarbeiter. Finews.ch und JobDirectory.ch sehen den Grund dafür in den hohen Kosten für die Umsetzung der Regulierungsvorschriften und für das Risikomanagement, die die Finanzinstitute zum Sparen zwingen würden.

sda