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ZUG: «Sagenhafte» Krypto-Idee soll von Zug aus die Welt erobern

Die Saga-Stiftung mit Sitz in Zug lanciert eine Kryptowährung, die mit den Geldwäschereivorschriften im Einklang steht und weniger volatil sein soll. Prominente Ökonomen unterstützten das Projekt.
Das Logo der Saga-Stiftung mit Sitz in Zug.

Das Logo der Saga-Stiftung mit Sitz in Zug.

Die nächste grosse Kryptowährung könnte von Zug aus die Welt erobern. Die Chancen stehen nicht schlecht, haben sich in Zug doch viele Firmen angesiedelt, die auf Basis der Blockchain-Technologie neue Währungen entwickeln. Kommt hinzu, dass als Basis solcher Projekte stets die Ethereum-Blockchain verwendet wird, die ihren Ursprung in der Schweiz hat und deren Stiftung in Zug angesiedelt ist.

Nun sorgte Ende vergangener Woche ein neues Projekt namens «Saga» für grosse Schlagzeilen in angelsächsischen Medien. Es geht um Pläne für eine neue digitale Währung, die mit den Geldwäschereivorschriften im Einklang stehen soll und die weniger volatil sein soll als bestehende Währungen. Diese Eigenschaften sollen die Grundlage dafür schaffen, dass die Währung zu einem Wert- und Tauschmittel wird.

Saga (Kürzel: SGA) soll die erste nichtanonyme digitale Währung sein. Sie zielt darauf ab, die Bedenken von Politikern und Regulatoren in Bezug auf Kryptowährungen auszuräumen; vor allem ihre Anonymität, fehlende Basiswerte und hohe Volatilität gehören dazu. Die Geldmenge von Saga soll algorithmisch entsprechend der Grösse der Wirtschaft angepasst werden: Wenn also zum Beispiel die Wirtschaft expandiert, wird das Token-Angebot von Saga erhöht, was den Preisanstieg begrenzen soll. Es soll auch eine Preisspanne geben, die als weitere Kontrolle der Volatilität dient.

Klassische Finanzierung ohne ICO

Hinter den Plänen steht die Saga-Stiftung, die laut Handelsregister Ende September in Zug gegründet worden ist. Sie wird von der auf Domizilierungen spezialisierten Sielva Management AG betreut. Sielva kennt sich aus im Bereich von Kryptowährungen. Andere Stiftungen wie Cardano oder Tezos haben ebenfalls die Dienstleistungen von Sielva in Anspruch genommen. Präsidiert wird die Saga-Stiftung von Gründer Ido Sadeh Man. Prominente Ökonomen fungieren als Berater. Zum Advisory Board gehören unter anderem der israelische Ökonom Jacob Frenkel, der von 1991 bis 2000 Gouverneur der Bank of Israel war, sowie der kanadische Nobelpreisträger Myron Scholes. Er entwickelte das Black-Scholes-Modell zur Bewertung von Finanzoptionen.

Eine Kapitalbeschaffung mittels der Herausgabe einer neuen Währung – ein sogenanntes Initial Coin Offering (ICO) – plant Saga nicht. Stattdessen setzt man auf die Unterstützung von Risikokapitalgebern, Investoren und Hedgefonds. Saga hat bislang bereits 30 Millionen US-Dollar eingenommen. Den Unterstützern und Investoren werden Gutscheine angeboten.

Ob Saga ein Erfolg wird oder nicht, ist noch nicht absehbar. Die «Financial Times» jedenfalls findet, dass diese «akademische Kryptowährung» eine «elegante Zeitverschwendung» sei. Das Hauptproblem sei, dass niemand darauf gewartet habe. «Was fehlt, ist ein Grund, warum irgendjemand es tatsächlich benutzen sollte», schreibt der Autor in einem Beitrag. Unternehmen könnten einfach mit echtem Geld oder Banken handeln.

Maurizio Minetti

Der Gründer der Saga-Stiftung Ido Sadeh Man. (Bild: PD)

Der Gründer der Saga-Stiftung Ido Sadeh Man. (Bild: PD)

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