Zug und Schwyz sind Spitze: Firmengründungen nehmen trotz Krise deutlich zu

Die Coronakrise konnte die Gründerinnen und Gründer in der Schweiz nicht bremsen. Die Zahl neuer Firmen in den ersten drei Quartalen übertrifft gar das letztjährige Rekordjahr.

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Über 33'000 Firmen wurden 2020 bisher neu gegründet.

Über 33'000 Firmen wurden 2020 bisher neu gegründet.

Bild: Keystone

(agl/gr) Die Coronakrise vermochte, den Unternehmergeist in der Schweiz nicht zu dämpfen. Die Zahl neuer Firmen in den ersten drei Quartalen übertrifft gar das letztjährige Rekordjahr. Von Januar bis September sind in der Schweiz 33 617 Firmen neu gegründet worden. Das sind 2,5 Prozent mehr als in den ersten drei Quartalen im Vorjahr. Das zeigt eine Analyse des Instituts für Jungunternehmen (IFJ).

Während die Zahl der Neugründungen im März, April und Mai deutlich rückläufig war, nahm sie im Juni um knapp 25 Prozent zu. Auch in den Monaten Juli bis September wurden die Werte des Vorjahres deutlich übertroffen. Laut Einschätzung des IFJ dürfte auch im letzten Quartal mit einem weiteren Anstieg zu rechnen sein.

Wie die Auswertung weiter zeigt, ist die Stimmung jedoch nicht im ganzen Land gleich zuversichtlich. So ist Zug mit 13,7 Gründungen pro 1000 Einwohner mit Abstand Spitzenreiter, gefolgt von den Kantonen Schwyz, Appenzell Innerrhoden, Genf und Basel-Stadt. Demgegenüber gingen die Firmengründungen in den von der Coronakrise stark betroffenen Kantonen Tessin, Waadt und Genf, sowie in Schaffhausen, bisher zurück.

Auch in denjenigen Branchen, die durch die Coronamassnahmen und den Lockdown besonders betroffen waren, gab es mehr Neugründungen. So wurden im Bereich Coiffeur und Kosmetik 23 Prozent mehr neue Firmen gegründet als in den ersten drei Quartalen 2019. Sogar bei den Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben gab es einen leichten Anstieg um rund 2 Prozent.

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