Zuger Blockchain-Start-up Dfinity erhält weitere 102 Millionen US-Dollar

Andreessen Horowitz und Polychain Capital investieren in das Jungunternehmen, das über eine Zuger Stiftung organisiert ist. Das Start-up will Cloud Computing neu erfinden.

Maurizio Minetti
Drucken
Teilen
Dfinity-Gründer Dominic Williams. (Bild: PD)

Dfinity-Gründer Dominic Williams. (Bild: PD)

Das in Zug ansässige Blockchain-Jungunternehmen Dfinity hat sich weitere 102 Millionen US-Dollar beschafft. Hauptinvestoren bleiben die beiden Unternehmen Andreessen Horowitz und Polychain Capital. Diese beiden hatten bereits Anfang Jahr Dutzende Millionen Dollar in Dfinity investiert.

Marc Andreessen und Ben Horowitz gelten im Silicon Valley als Stars unter den Kapitalgebern. Andreessen ist Mitgründer des Webbrowsers Netscape.

Weitere Investoren sind SV Angel, Aspect Ventures, Village Global, Multicoin Capital, Scalar Capital und Amino Capital sowie zahlreiche Mitglieder der Dfinity-Community, heisst es in einer Mitteilung.

Konkurrenz für Amazon, Google und Microsoft

Damit steigt die Summe der Gesamtinvestitionen in das Start-up auf mehr als 195 Millionen Dollar. Das Blockchain-Projekt Dfinity, das über eine Zuger Stiftung organisiert ist, will ein Netz aus Computern bauen, die durch das Blockchain-Protokoll verbunden sind. So soll eine neue Art von Cloud Computing entstehen. Damit greift Dfinity alteingesessene Cloud-Giganten wie Amazon, Google, IBM oder Microsoft an.

Die meisten Angestellten arbeiten in den USA. Wie ein Sprecher sagt, sind in Zug rund zehn Personen tätig. Die Niederlassung expandiere stark. Ab Oktober soll zudem rund ein Dutzend der derzeit insgesamt vierzig Mitarbeiter in Zürich arbeiten, schreibt die NZZ. Gegründet wurde Dfinity von Dominic Williams.

Crypto Valley: Stadt Zug sieht mehr Chancen als Risiken

Nachdem ein Baarer Krypto-Unternehmen in die Schlagzeilen geriet, stellte eine ALG-Gemeinderätin dem Stadtrat Fragen zu einem allfälligen Reputationsproblem für die Stadt Zug. Die Exekutive sieht vielmehr den Pioniercharakter der neuen Technologie.
Andrea Muff