Zuger Fundamenta Real Estate mit weniger Gewinn

Die Zuger Immobiliengesellschaft Fundamenta Real Estate hat im ersten Halbjahr 2020 zwar höhere Mieteinnahmen, aber weniger Gewinn erzielt als im Vorjahr. Grund dafür sind ein Einmaleffekt und tiefere Neubewertungen. Die Coronakrise trifft das Unternehmen indes nur marginal.

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(sda/awp) Die Mieterträge stiegen um 13 Prozent auf 16,2 Millionen Franken. Dies sei insbesondere den im Vorjahr erworbenen Bestandsliegenschaften, erfolgreichen Entwicklungen im Bestand sowie der Übernahme des voll vermieteten Entwicklungsprojekts Geibelstrasse in Zürich zu verdanken, teilte die Gesellschaft am Freitag mit.

Das operative Ergebnis (EBIT) ohne Neubewertungen wuchs auch dank tieferer Kosten um 14 Prozent auf 10,7 Millionen Franken. Der Gewinn inklusive Neubewertungen sank allerdings um 13 Prozent auf 8,8 Millionen Franken.

Neben den um 43 Prozent tieferen Neubewertungen sorgte ein Sondereffekt für diesen Rückgang. Im Vorjahr hatte ein Einmaleffekt aus der Steuerreform und AHV-Finanzierung das Ergebnis begünstigt.

Leerstandsquote tief

Der Wohnanteil stieg nochmals an und macht nun 93,8 Prozent der Mieteinnahmen aus (Vorjahr 92,1 Prozent). Die Leerstandsquote lag mit 3,9 Prozent nur etwas höher als im Vorjahr mit 3,4 Prozent oder Ende 2019 (3,7 Prozent).

Nur ein kleiner Teil der Geschäftsliegenschaften seien von der Coronapandemie betroffen gewesen. «Die Coronakrise hat sich nur sehr marginal auf das Halbjahresergebnis ausgewirkt, was die Stabilität unseres von Wohnflächen dominierten Immobilienportfolios auch in ausserordentlichen Zeiten unterstreicht», wird Verwaltungsratspräsident Andreas Spahni zitiert.

Erfreulich entwickelt habe sich der Marktwert des Portfolios. Zum Halbjahr erreichte es einen Bilanzwert von 928,7 Millionen Franken nach 908,9 Millionen Ende 2019. Unter anderem wurde ein weiteres Entwicklungsprojekt erworben und andere Projekte in den Bestand überführt.

Fundamenta blickt nach diesem Halbjahr positiv in die Zukunft. Das Portfolio dürfte sich auch in der zweiten Jahreshälfte ertrags- und gewinnmässig solid entwickeln, heisst es. Für alle neuen Objekte würden zu den Bezugsterminen ein guter Vermietungsstand und damit die Generierung attraktiver Zinseinnahmen und Cashflows erwartet. Die konstante Entwicklung und operative Stabilität der letzten Jahre werde sich fortsetzen.