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ZUGER KANTONALBANK: Dividende steigt dank mehr Gewinn

Dem Negativzinsumfeld zum Trotz hat die Zuger Kantonalbank den Gewinn deutlich gesteigert – vor allem dank der Vermögensverwaltung. Den Aktionären winkt nun eine höhere Dividende.
Livio Brandenberg
Die Zuger KB blickt auf ein erfolgreiches 2017 zurück. (Bild: Dominik Baur/Keystone (Zug, 17. August 2017))

Die Zuger KB blickt auf ein erfolgreiches 2017 zurück. (Bild: Dominik Baur/Keystone (Zug, 17. August 2017))

Livio Brandenberg

Als erste Zentralschweizer Kantonalbank präsentierte gestern die Zuger Kantonalbank ihr Jahresergebnis für 2017. Und die Zahlen für das Jubiläumsjahr – das Institut feierte sein 125-jähriges Bestehen – stellten die Verantwortlichen sichtlich zufrieden. Der Geschäftserfolg stieg verglichen mit dem Vorjahr um 3,6 Prozent auf 104,1 Millionen Franken. Der Reingewinn konnte sogar um 10,6 Prozent auf gut 68 Millionen gesteigert werden (2016: 61,5 Millionen Franken). Die Leitung der Zuger KB ist mit der Entwicklung so zufrieden, dass sie sich entschied, eine Dividendenerhöhung von 175 auf 200 Franken pro Aktie zu beantragen. Dadurch erhöht sich die Dividendenrendite – auf Basis Jahresendkurs – von 3,3 auf 3,8 Prozent.

Der «Hauptgrund, warum wir von einem erfreulichen Ergebnis sprechen», sei die Entwicklung des Erfolgs im Kommissionen- und Dienstleistungsgeschäft, sagt Pascal Niquille, Präsident der Geschäftsleitung der Zuger KB. Die Einnahmen aus diesem Geschäftsfeld stiegen im Jahresvergleich um 22 Prozent auf 43,2 Millionen Franken. Dies sei eine direkte Folge der Investitionen der letzten Jahre, ergänzt Bankratspräsident Bruno Bonati, der diese Funktion nächstes Jahr abgeben wird (siehe Box).

Investiert in die Vermögensverwaltung

Die Investitionen, die Bonati anspricht, führt Geschäftsleitungspräsident Niquille aus: «Wir haben in erster Linie in den Wiederaufbau des Know-how in der Vermögensverwaltung investiert, also auch kompetente Leute geholt.» Das Ziel sei gewesen, wieder eigene Mandate, eigene Produkte anzubieten, etwa Strategiefonds. Die Volumen der eigenen Fonds hätten sich entsprechend positiv entwickelt. «Es ist wichtig für uns, dass wir unsere grosse Stärke, die Nähe zum Kunden, hier nutzen können», so Niquille. Der Netto-Neugeldzufluss in der Vermögensverwaltung betrug im Berichtsjahr 140,8 Millionen Franken; im Vorjahr waren es noch 23,7 Millionen gewesen.

Auch ein Blick auf die Bilanzsumme zeigt einen Anstieg der Kundengelder um 62 Millionen Franken (0,7 Prozent) zum Vorjahr. Die Bilanzsumme stieg um 161 Millionen auf 14,6 Milliarden Franken an. «Im Umfeld der Negativzinsen kann es aber auch kippen, dass man also gar nicht allzu viele Kundengelder möchte, da man als Bank dann ja auch mehr Negativzinsen zahlen muss», gibt Niquille zu bedenken. Es sei aber ein erklärtes Ziel, das Vermögensverwaltungsgeschäft, welches in der Vergangenheit grösstenteils ausgelagert worden war, weiter zu stärken.

Die von Niquille angesprochenen Negativzinsen sind auch verantwortlich dafür, dass es der Zuger KB in ihrem Kernbusiness, dem Zinsengeschäft, weniger rund lief, als in der Vermögensverwaltung. Im Zinsengeschäft erwirtschaftete sie 2017 ein Ergebnis von 149,4 Millionen Franken. Das sind 3,3 Prozent weniger als im Vorjahr (154,5 Millionen). Es sei nicht wegzureden, das Zinsengeschäft sei unter Druck, räumen die Verantwortlichen ein. Das Zinsergebnis werde nach wie vor durch das anhaltend negative Zinsumfeld belastet. Doch im 2017 sei bereits eine Stabilisierung der Zinsen zu beobachten gewesen. Dies sei etwa an der Rendite zehnjähriger Bundesobligationen zu sehen, so Finanzchef Theodor Keiser. «Das stimmt uns zuversichtlich.»

Den Zuger Immobilienmarkt als solchen beurteilt die Bank aber als gesund. «Die Entwicklung der Preise zeigt, dass der Immobilienmarkt funktioniert», sagt Niquille. «Das ist für uns als wichtigster Finanzierer in diesem Markt wichtig.» So seien etwa die Preise vor allem für Immobilien im mittleren und im gehobenen Segment letztes Jahr zurückgekommen. «Es ist ja durchaus gesund, wenn der Markt auch einmal zögert», so Niquille. Und auch bei den in letzter Zeit medial öfter diskutierten Leerständen sehe es im Kanton gut aus. «Der Leerstand in Zug ist auf einem normalen, guten Niveau. Er ist tiefer als der Schweizer Durchschnitt», so Niquilles Fazit.

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