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Sawiris holt neuen Partner

Urs Wietlisbach, Mitgründer des Zuger Vermögensverwalters Partners Group, kauft im Tourismusresort von Samih Sawiris ein millionenschweres Immobilienpaket. Der ägyptische Investor ist an diesem Deal beteiligt – ein bekanntes Muster.
Roman Schenkel
Das Hotel Chedi in Andermatt im Winter 2013. (Bild: Pius Amrein)

Das Hotel Chedi in Andermatt im Winter 2013. (Bild: Pius Amrein)

Urs Wietlisbach. (Bild: PD)

Urs Wietlisbach. (Bild: PD)

Erfolg für Andermatt Swiss Alps (ASA): Das Immobilienunternehmen von Samih Sawiris vermeldete am Donnerstag den Verkauf eines Immobilienpakets im Umfang von 50,5 Millionen Franken an die Taurus Andermatt AG. Das Paket umfasst 25 Immobilien – unter anderem werden fünf Penthouses im Hotel The Chedi Andermatt verkauft, sowie 20 Eigentumswohnungen in den Häusern Biber, Gemse, Hirsch und Steinadler im Feriendorf Andermatt Reuss.

Der Mehrheitsaktionär der Taurus Andermatt AG ist mit Urs Wietlisbach kein Unbekannter. Er ist Mitgründer und nach wie vor Partner des boomenden Zuger Vermögensverwalters Partners Group. Wietlisbach hält ein Aktienpaket von 10 Prozent an Partners Group – das entspricht einem Wert von rund 1,8 Milliarden Franken. «Der Einstieg von Urs Wietlisbach ist ein starkes Zeichen für Andermatt», sagt ASA-CEO Franz-Xaver Simmen. Der neue Investor rechnet offenbar mit einer Wertsteigerung der Immobilien in Andermatt.

«Der Einstieg von Urs Wietlisbach ist ein starkes Zeichen für Andermatt.»
ASA-CEO Franz-Xaver Simmen

Allerdings hat Samih Sawiris zu einem Teil auch an sich selber verkauft. Er ist als Minderheitsaktionär zusammen mit weiteren – noch ungenannten – Privatpersonen an der Taurus Andermatt AG beteiligt. Mit dem Paketverkauf will die ASA den Immobilienverkauf beschleunigen. Das gleiche Muster hat man bereits 2012 angewendet. Damals hat Sawiris 73 Appartements der 106 Wohnungen des Hotels Chedi für 122,7 Millionen Franken an die Acuro Immobilien AG verkauft. Die Acuro ist ein Investmentvehikel. Dahinter stehen die Zürcher Swiss Finance & Property AG und die Orox Asset Management SA in Genf. Wie bei Taurus ist Sawiris auch bei Acuro mit einer Minderheit beteiligt.

Bis 2022 will Acuro die 73 Wohnungen verkauft haben. Dabei sei man auf gutem Weg, sagt Melanie Thiel, die bei Swiss Finance & Property Group für Acuro zuständig ist. Wie viele Wohnungen Acuro insgesamt verkauft hat, wird nicht kommuniziert. «Der Verkauf hat in den letzten Monaten aber deutlich angezogen», sagt Thiel. Acuro habe allein im laufenden Jahr sieben Wohnungen verkauft. «Zu Beginn hat es in Andermatt an vielem gefehlt, nun ist das Skigebiet gewachsen, der Golfplatz kann bespielt werden, und auch im Dorf sind Restaurants und Boutiquen hinzugekommen», erklärt Thiel die steigenden Verkaufszahlen. Feriengäste sehen diese Fortschritte, dadurch steige das Interesse an den Wohnungen. Käufer seien zur Hälfte Schweizer, die andere Hälfte bestehe aus Käufern aus der ganzen Welt. Das bestätigt auch der Blick ins Amtsblatt des Kantons Uri, wo alle Eigentumsübertragungen veröffentlicht werden. Die Wohnungen gehen an Käufer aus der Schweiz, Monaco oder England. Insgesamt gebe es im The Chedi noch 40 Wohnungen zu kaufen, sagt Thiel. Von den 106 Residenzen seien 66 Wohnungen verkauft. Daneben gibt es im «The Chedi» 13 Penthouses – von denen Taurus nun fünf gekauft hat – und 50 Hotelzimmer, die nicht zum Verkauf stehen.

Verkaufsvolumen beläuft sich auf eine halbe Milliarde

Andermatt Swiss Alps will das Geld für den Ausbau des Feriendorfes Andermatt Reuss verwenden. Die 50,5 Millionen Franken sind hoch willkommen: 2017 hat die ASA einen Verlust von 29,8 Millionen Franken geschrieben. Bis Ende 2017 hat ASA insgesamt Immobilen im Wert von 395 Millionen Franken verkauft. Laut Sprecher Stefan Kern liegen die Verkaufszahlen im laufenden Jahr bereits auf der Höhe des Vorjahres (55 Millionen Franken). Zusammen mit den 50,5 Millionen Franken aus dem Verkauf an Taurus dürfte Ende 2018 das Volumen von einer halben Milliarde Franken an verkauften Immobilien überschritten werden. Investiert wurden seit Beginn gut 900 Millionen Franken.

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