Luftfahrt

Zürcher Flughafendirektor Widrig setzt sich für Swiss ein

Der Flughafen Zürich wickelt zurzeit einen Flugbetrieb ab, der vergleichbar ist mit dem vor knapp 70 Jahren. Der Flughafendirektor Stephan Widrig rechnet nicht mit einer raschen Normalisierung.

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Ein Informationsschreiben verweist auf Abstand halten beim Anstehen am Flughafen Zürich. Archivbild

Ein Informationsschreiben verweist auf Abstand halten beim Anstehen am Flughafen Zürich. Archivbild

KEYSTONE/ALEXANDRA WEY

Die Zahlen, die der Flughafen Zürich Mitte April bekannt gab, waren dramatisch: Von den 91 Fliegern der Hauptkundin Swiss waren nur noch sechs in Betrieb, und die Anzahl Flüge sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um fast die Hälfte.

Der Flughafendirektor Stephan Widrig erwähnte am Montag im SRF-"Tagesgespräch" aktuelle Zahlen, die die prekäre Lage des Flughafens wiedergeben. Nur noch 10 Passagierflüge würden zurzeit täglich abgewickelt - im Vergleich zu 700 in normalen Zeiten. Um über 95 Prozent sei der Flugverkehr eingebrochen und sei mit den Flugbewegungen der frühen 1950er-Jahren des Flughafens Zürich vergleichbar.

Doch auch nach der Wiederaufnahme des normalen Flughafenbetriebs müsse Geduld aufgebracht werden, so Widrig. Bis sich der internationale Reiseverkehr wieder auf Normalzustand eingependelt habe, werde viel Zeit vergehen.

Der Umsatzrückgang werde nicht zuletzt bei den Airlines Spuren hinterlassen. Auch bei der Swiss. Widrig machte sich dafür stark, dass sich der Bund für die Swiss einsetzt. "Der totale Stillstand über mehrere Monate ist ein Zustand, den keine Airline voraussehen konnte."