Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

1. AUGUST: Nur Ueli Maurer tritt in der Zentralschweiz auf

Als einziger Bundesrat hält Ueli Maurer eine Rede in unserer Region. Sind besondere Sicherheits- vorkehrungen nötig?
Gabriela Jordan
Bundesrat Ueli Maurer ist ein gefragter Festredner. (Bild: Keystone/Laurent Gilliéron)

Bundesrat Ueli Maurer ist ein gefragter Festredner. (Bild: Keystone/Laurent Gilliéron)

Ueli Maurer tritt am 1. August gerne und oft auf. In diesem Jahr besucht der SVP-Bundesrat in zwei Tagen sechs Schweizer Gemeinden – darunter ist auch Sattel im Kanton Schwyz. Er ist der einzige Bundesrat, der in der Zentralschweiz eine Rede hält. Das war schon im letzten Jahr so: Maurer verbrachte den Nationalfeiertag in Grosswangen und in Nottwil. Ganz anders wars vor zwei Jahren: Mit Didier Burkhalter, Johann Schneider-Ammann und Alain Berset waren gleich drei Bundesräte im Kanton Luzern zu Gast.

Maurers Redezeit ist unbeschränkt

Der Gemeindepräsident von Sattel, Adolf Lüönd-Diener (SVP), freut sich über den prominenten Besuch. «Ich bin schon ein bisschen stolz», sagt er und gesteht: «Es war lange mein Wunsch, als Präsident eine bekannte Persönlichkeit hierher zu holen.» Für die 1.-August-Rede hatte Lüönd-Diener den Bundesrat vor etwa einem Jahr selber angefragt. Dass es Maurer aus der SVP sein sollte, war für ihn als Parteimitglied klar. Gemeinderätin Esther Moser (SVP), welche die Feier mit der Kulturkommission organisiert, erwartet mehr Zuhörer als bisher. Ein paar hundert dürften es ihr zufolge schon sein. Zu Maurers Ansprache meint Moser: «Er darf so lange reden, wie er will.» Was genau der Bundesrat sagen wird, ist noch nicht bekannt. Er wird überall die gleiche Rede halten, wie Roland Meier, Sprecher des Eidgenössischen Finanzdepartements, bestätigt. Aber: «Die vorbereitete Ansprache ist nur ein Gerüst, Ueli Maurer redet meistens frei.» Zu seinen anderen Ansprachen in Thurgau, Zürich und Bern wird Maurer in einem Auto chauffiert – und nicht, wie im Jahr 2014 als Bundespräsident, in einem Helikopter hingeflogen. Damals hielt Maurer neun Ansprachen in zwei Tagen.

Die übrigen Bundesräte haben erneut andere Ziele als die Zentralschweiz. Magistralen Besuch gibt es unter anderen in Bern, im Tessin und in Zürich.

Nicht mehr Polizisten als sonst

Mit Blick auf die Terroranschläge in Deutschland und Frankreich in den vergangenen Wochen stellt sich die Frage, ob die Sicherheit am Nationalfeiertag gegenüber Vorjahren verstärkt wird – zumal sich das Attentat in Nizza am französischen Nationalfeiertag ereignete. Laut Florian Grossmann, Kommunikationschef der Schwyzer Kantonspolizei, werden diese Ereignisse mit Blick auf Maurers Auftritt in Sattel bei der aktuellen Planung berücksichtigt. Unmittelbaren Handlungsbedarf sieht die Polizei zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Laut Grossmann werden am Nationalfeiertag nicht mehr Polizisten als in den Vorjahren im Einsatz stehen. Zu Details über die Sicherheitsmassnahmen könne er sich jedoch nicht äussern. Mit dem Bundessicherheitsdienst, welcher für die Sicherheit unter anderem von Bundesräten zuständig ist, bestehe eine enge Zusammenarbeit.

Auch das zuständige Bundesamt für Polizei, kurz Fedpol, teilt auf Anfrage mit, dass man die Massnahmen aus Sicherheitsgründen nicht kommuniziere. Gemäss der aktuellen Beurteilung der Bedrohungslage durch den Nachrichtendienst des Bundes (NDB) bleibt die terroristische Bedrohungslage in der Schweiz unverändert und damit erhöht.

Gabriela Jordan

Mehr Kontrollen

Rütligjo. Carla Del Ponte, Festrednerin am 1. August auf dem Rütli, erhält Personenschutz von der Urner Kantonspolizei, dies bestätigt Stabschef Gusti Planzer. Als Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag trat Del Ponte stets mit Bodyguards an öffentlichen Veranstaltungen auf. Für die Sicherheit auf dem Rütli ist neben der Polizei auch die Organisatorin der Feier, die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft, zuständig. Geschäftsleiter Lukas Niederberger zufolge, werden in diesem Jahr strengere Eingangskontrollen durchgeführt. Niederberger: «Am Montag wird jede Person und jede Tasche kontrolliert.» Das bestehende personalisierte Ticketsystem soll zudem «unerwünschte extremistische Personen» fernhalten.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.