15,6 Millionen für die Südostbahn

Der Schwyzer Kantonsrat hat zwei Kredite von total 15,6 Millionen Franken zu Gunsten der Südostbahn (SOB) gesprochen. Ebenfalls genehmigt wurde ein 5,3-Millionen-Kredit zugunsten der Stoosbahn.

Drucken
Teilen
Ein Zugkomposition der SOB, mit Blick auf den Schwyzer Talkessel und die beiden Mythen. (Bild: SOB)

Ein Zugkomposition der SOB, mit Blick auf den Schwyzer Talkessel und die beiden Mythen. (Bild: SOB)

Die SOB will bis 2016 für 71,5 Millionen Franken Wirtschaftlichkeit, Leistungsfähigkeit und Sicherheit erhöhen. Dazu leistet der Kanton Schwyz einen Investitionsbeitrag von 14,7 Millionen. Dies hat der Kantonsrat am Mittwoch mit 53 zu 26 Stimmen beschlossen. Beiträge an die SOB leisten auch der Bund sowie die Kantone Zürich und St. Gallen. Der Schwyzer 14,7-Mio-Beitrag war im Kantonsrat Anlass für Diskussionen.

Die SVP-Fraktion kritisierte nicht nur die wachsenden Ausgaben für den öffentlichen Verkehr. Sie monierte, dass nicht klar sei, wofür genau die SOB das Geld verwenden werde. SVP-Redner äusserten die Befürchtung, dass die SOB nicht nur notwendige Vorhaben realisieren wolle. Das Wünschbare müsse aber vom Notwendigen getrennt werden.

«Anfang vom Ende»

Die SVP stellte den Antrag, die so genannte Programmfinanzierung 2013-2016 an die SOB zurückzuweisen. Das Begehren lehnte der Kantonsrat aber mit 56 zu 31 Stimmen ab. Die Abstimmung erfolgte unter Namensaufruf. FDP, SP und CVP hatten teils mit dramatischen Worten vor einer Rückweisung des Geschäfts gewarnt.

Ein Nein aus dem Kanton Schwyz würde bedeuten, dass das gesamte Investitionsprogramm der SOB nicht realisiert werden könne. «Ein Nein wäre der Anfang vom Ende der SOB», warnte der Sprecher der CVP. Die SOB sei für den Kanton Schwyz von grosser Bedeutung, hiess es weiter in der Debatte. Die SOB verbinde den inneren und äusseren Kantonsteil. Zudem brauche der Standort Schwyz ein attraktives öV-Netz.

Behindertengerechte Perronanpassungen

Praktisch ohne Widerspruch verlief die Debatte zum zweiten SOB-Kredit, über den der Kantonsrat zu befinden hatte. Mit 81 zu 1 Stimmen genehmigte er 0,9 Millionen Franken, mit denen behindertengerechte Perronanpassungen bei drei Stationen im Bezirk Höfe realisiert werden sollen.

Kredit für Neubau der Stoos-Bahn

Schliesslich genehmigte der Schwyzer Kantonsrat einen Kredit von 5,3 Millionen Franken für den Neubau der Stoosbahn. Der Entscheid fiel mit 87 zu 7 Stimmen. In der Debatte äusserten mehrere Redner das Unbehagen über kürzlich bekannt gewordenen Mehrkosten.

Für die neue Stoosbahn wird inzwischen mit Gesamtkosten von 50 statt 43 Millionen gerechnet. Trotz der Finanzierungsrisiken gehen Regierungsrat und Kantonsrat davon aus, dass der Kostenanteil der öffentlichen Hand unverändert bleiben werde. Eine neue Stoos-Bahn ist notwendig, weil die alte Standseilbahn die Bedingungen für eine neue Konzession nicht erfüllt.

sda