26. RIGI-BERGLAUF: Blättler und Gassmann holen den Tagessieg

Bei idealen Wettkampfbedin­gungen starteten über 250 Athleten zum 26. Rigi-Berglauf. Beat Blättler und Daniela Gassmann «kletterten» heute Sonntag am schnellsten auf die Kulm.

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Sieger Beat Blättler am Ziel auf Rigi Kulm. (Bilder Erhard Gick/Neue SZ)

Sieger Beat Blättler am Ziel auf Rigi Kulm. (Bilder Erhard Gick/Neue SZ)

Schon nach der halben Wegdistanz von Arth auf Rigi-Kulm zeichnete sich ab, dass die 26. Auflage des Berglaufes zu einem harten Zweikampf zwischen Beat Blättler, dem führenden der Zentralschweizer Berglauf-Meisterschaft (SGVL), und dem Deutschen Stephan Tassani werden könnte.

Der Berglauf von Arth auf Rigi Kulm wurde aber erst auf den letzten Kilometern entschieden. Blättler schaffte eine Vorentscheidung, als er als Erster nach dem Aufstieg vom Klösterli auf Staffel erschien. Sein Vorsprung war zwar gering, aber «es hat gereicht», meinte er am Ziel. Er konnte seinen härtesten Widersacher bis Kulm in Schach halten.

Kein Rekord, aber Superzeit
Blättler konnte den Rigi-Rekord nicht egalisieren oder unterbieten. Seine Siegerzeit von 1:10,18 war aber dennoch beachtenswert. Der Zweitklassierte benötigte bereits über 30 Sekunden länger und der in Sattel wohnhafte Silvano Turati lief mit 1:13,09 über die Ziellinie.

In der Kategorie Hauptklasse hiess der Sieger Pascal Feierabend, Stans (1:13,22). Im Schlussspurt verdrängte der Führende der Hauptklasse der Zentralschweizer Berglauf-Meisterschaft den Zürcher Thomas Reinthaler auf den zweiten Platz.

Bei den Frauen war die Ausserschwyzerin Daniela Gassmann, Siebnen, eine Klasse für sich. Schon nach der ersten schwierigen Passage nach dem Dächli lag sie leicht in Führung. Sie liess auch auf der restlichen Strecke nichts anbrennen. Die SGVL-Führende aus Siebnen hatte an der Rigi keine ernsthaften Gegnerinnen beziehungsweise sie konnte sie entscheidend zurückbinden.

«Ich muss allerdings zugeben, der Lauf war hart. Vor allem im ersten steilen Aufstieg beim Dächli und der Schlussanstieg von der Staffel zur Kulm waren hart.» Mit 1:17,34 legte sie eine beachtliche zeit bei den Seniorinnen vor. Wie viele andere Läufer und Läuferinnen lobte sie aber die ausgezeichneten Bedingungen von Arth zur Kulm.

Sportliche Herausforderung
«Der 26. internationale Rigi-Berglauf war eine Herausforderung an die Sportler und Sportlerinnen», sagte denn auch OK-Präsident Aldo Rickenbach am Ziel auf Rigi Kulm. Zu bewältigen galt es die 11,3 Kilometer lange Strecke von Arth am See auf den 1380 Meter höher gelegenen Zielpunkt Rigi Kulm.

Der internationale Rigi-Berglauf, der früher unter dem Namen Rigi-Träger-Berglauf, durchgeführt wurde, ist kein einfacher Berglauf. Der Rigi-Berglauf weist die längste Laufstrecke aller Zentralschweizer Bergläufe auf. Allgemein wird der Rigi-Berglauf von den Läufern als anspruchsvoll bis schwer bezeichnet.

Lauf-Atmosphäre auf der Rigi: Edith Meyer läuft unter Applauf ins Ziel.

«Einige hundert Zuschauer haben aber heute Sonntag ausgezeichneten Laufsport auf der Strecke und vor allem auf der Rigi miterlebt. Wir dürfen mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein», meinte Rickenbach.
Erstmals wurde ein Jugendlauf durchgeführt. Der Start zu diesem Laufereignis war beim Schwingplatz Staffel, das Ziel ebenfalls auf der Kulm. Der Rigi-Berglauf ist jeweils auch von viel Folklore umrahmt. Trachtentanz und natürlich Sänftenträger gehören fast jedes Jahr dazu.

Erhard Gick